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15.02.2015

Lärmschutz: Nicht alle Anwohner profitieren

 An den Bahngleisen wird es auf Höhe Bärenkeller Lücken bei den geplanten Wänden geben

Die Bahn wird noch in diesem Jahr damit beginnen, im Bärenkeller ihr seit Jahren angekündigtes Lärmschutzprogramm umzusetzen. In der zweiten Jahreshälfte soll es im Bereich Bärenstraße und am Heckenrosenweg/Rosmarinweg losgehen. Dort entstehen insgesamt 1,4 Kilometer Lärmschutzwand. Die Vorarbeiten laufen bereits jetzt.

Damit ist klar, dass für einen Teil der Anwohner definitiv keine Verbesserung kommen wird. Betroffen ist etwa ein Teil der Bärenstraße. Die Bahn hatte angekündigt, mit dem Bund als Finanzier der Lärmschutzwände noch sprechen zu wollen. Denn in manchen Abschnitten gibt es Lücken (siehe Grafik). Dabei handelt es sich teils um unbewohntes Gewerbegebiet, teils aber auch um Wohngebiete. Doch im Genehmigungsverfahren fiel eine Ausdehnung des Lärmschutzes durch. Grund sind gesetzliche Vorgaben.

Die Maßnahme rechnet sich nicht

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Für zusätzliche Lärmschutzwände seien die vom Bund gewünschten Kosten-Nutzen-Werte nicht erreichbar gewesen, so ein Sprecher der Bahn. „Damit waren dort keine Lärmschutzwände förderfähig.“ In anderen Bereichen sei eine Finanzierung über das Lärmschutzprogramm des Bundes nicht möglich gewesen, weil die Häuser nach Inkrafttreten des Bundesimmissionsschutzgesetzes 1974 gebaut wurden. Seitdem waren Kommunen bzw. Hausbauer selbst verpflichtet, für ausreichenden Lärmschutz zu sorgen.

Im Bereich von Oberhausen und am Hauptbahnhof sollen die Wände erst im Jahr 2017 kommen. Grund sind die Verzögerungen bei der Untertunnelung des Hauptbahnhofs. Insgesamt entstehen rund fünf Kilometer Lärmschutzwand aus Aluminium für 9,4 Millionen Euro. Die Stadt Augsburg hatte sich abschnittsweise eine Gestaltung aus Glas gewünscht, um die drei Meter hohen Wände weniger wuchtig wirken zu lassen. Südlich des Hauptbahnhofs hat die Deutsche Bahn im Zuge des viergleisigen Ausbaus nach München bereits vor einigen Jahren fast durchgängig Lärmschutzwände gebaut. Hier wurden rund 22 Kilometer Schallschutzwände errichtet.

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