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07.08.2017

Mit 130 Sachen durch die Eisbahn

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3 Bilder
Sebastian Priller beim Cresta-Run in St. Moritz.
Bild: Sebastian Priller

Sebastian Priller liebt nicht nur Bier. Er hat auch außergewöhnliche Hobbys mit besonderem Kick /

In St. Moritz mit 130 km/h die Natureisbahn runter – kopfüber auf einem Schlitten. Cresta Run nennt sich das. Und mittendrin ist jeden Winter Sebastian Priller, Junior-Chef der Brauerei Riegele. Die Abfahrten auf der Bahn sind gefährlich. Jede Saison gibt es Schwerletzte. „Wenn Sie in einer Kurve stürzen und der Schlitten anfängt, sich mit seinen messerartigen Kufen zu überschlagen, dann wirkt das Sportgerät wie ein Häcksler“, beschreibt Priller. Deshalb geht er vor jedem Rennen die Bahn ab, prägt sie sich gut ein und bereitet sich so auf seine knapp einminütige Abfahrt vor. „Dieses Ritual brauche ich, damit ich mich da runtertraue“, erzählt er fasziniert. Das Besondere sei, dass er bei den Abfahrten so konzentriert sein müsse, dass er alles um sich herum ausblende. Priller: „Ich bin zu einhundert Prozent auf mich fokussiert.“

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Zu der außergewöhnlichen Sportart, die als Vorgänger des Skeleton gilt und die es so auch nur auf der Eisbahn in St. Moritz gibt, ist der Brauereichef über den Freund seines Vaters gekommen.

Mit 14 Jahren durfte Priller erstmals die per Hand präparierte Eisbahn hinuntersausen. Aber nur ab der Hälfte – alles andere wäre zu gefährlich gewesen.

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Veranstaltet werden die Rennen – der Bierexperte hat bereits eines gewonnen und war fünfter bei der Weltmeisterschaft – von einem britischen Club, dessen Mitglieder teils aus der High Society oder dem Adel stammen. „Das ist mein kleines Fenster zur großen Welt. Da treffe ich auf Menschen und Typen, die ich ohne das Cresta-Fahren nie kennengelernt hätte“, erzählt er.

Als „positiv verrückt“ beschreibt sich Priller, wenn es um den Privatmensch geht. Denn in seiner Freizeit probiert er gerne spannende und ungewöhnliche Dinge aus. Neben dem Cresta-Fahren hat er vom Bungee-Jumping über Tauchen bis hin zum Fallschirmspringen alles durch. Er ist Heißluftballon-Pilot und musste unbedingt beim jüngst in Augsburg veranstalteten Bobby-Car-Rennen dabei sein. „Ein gewisses Risiko einzugehen, ist für mich ein Beweis mir selbst gegenüber“, erklärt Priller. Seine Frau und die beiden Töchter sind bei allen Aktivitäten an seiner Seite. Das ist ihm wichtig.

Aber der Bierexperte kann auch ruhiger. Wenn er am Abend auf dem Sofa sitzt, wird eine Tafel Schokolade verspeist und darüber nachgedacht, welche Lederhose morgen getragen wird. „Sie sind das ideale Kleidungsstück für den Mann. Sie sind bequem und passen zu allen Anlässen. Vor allem wenn man Brauer ist.“

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