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Mit ihrem Mut setzten sie Träger unter Druck

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Kommentar Von Ina Marks
08.10.2019

Es gehört Mut dazu, öffentlich Missstände anzuprangern. Doch das Beispiel mehrerer Angehöriger zeigt, dass es sich lohnen kann.

Was wäre in dem Pflegeheim geschehen, wenn die beiden Frauen sich nicht wegen der Missstände an die Öffentlichkeit gewandt hätten? Vermutlich gar nichts. An den Zuständen in der Einrichtung hätte sich bis heute wohl nichts geändert. Denn auf vorangegangene Beschwerden hatten weder die frühere Heimleitung noch der Träger reagiert.

Es ist also den beiden Frauen zu verdanken, dass jetzt im Haus am Schäfflerbach ein neuer, frischer Wind herrscht. Mit ihrem Mut hatten sie weitere Angehörige bestärkt, ebenfalls an die Öffentlichkeit zu gehen. Auf den Träger Korian wurde damit immenser Druck ausgeübt.

Den beiden Frauen ging es aber nicht nur um ihre eigenen Angehörigen. Sie hätten für ihre Mütter schließlich eine neue Einrichtung suchen können. Das haben Sie aber nicht. Vielmehr gingen sie auf die Barrikaden, damit die Bedingungen für alle Bewohner des Pflegeheims und für die angestellten Pflegekräfte besser werden. Sie hatten Erfolg. Unter Tränen hätten sich Angehörige und Bewohner bei ihnen bedankt, erzählen die Frauen. Ihr couragierter Einsatz kann als Vorbild genommen werden.

Lesen Sie dazu auch den Artikel: Was hat sich nach dem Pflege-Skandal geändert?

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