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25.06.2009

Mühelos Grenzen überwinden

Univiertel/Liberec Mit der "Kleinen Hexe" fing alles an. Vor drei Jahren hatten Kinder der Grundschule Zakladni Skola in der tschechischen Stadt Liberec und der Blériot-Volksschule gemeinsam das Theaterstück einstudiert - die einen auf Tschechisch, die anderen auf Deutsch. Am Ende gab es eine gemeinsame Vorstellung.

Seit 2001 besteht die Städtepartnerschaft zwischen Liberec und Augsburg. Beim Schüleraustausch der 3. und 4. Klassen der Blériot-Schule gewinnt diese neben der politischen und kulturellen Dimension eine sehr menschliche. Auf die Frage, was ihr in Augsburg am besten gefallen hat, erinnerte sich Dominika nicht an den Zoobesuch oder die Stadtführung. "Die deutschen Freunde", lautete die Antwort des zehnjährigen Mädchens.

Während die tschechischen Kinder in der Schule Deutsch lernen, können ihre deutschen Austauschpartner in der Regel kein Tschechisch. Die Kommunikation ist trotzdem überhaupt kein Problem. "Wir haben zusammen Fangen und Verstecken gespielt", erzählte Regina vom Besuch der beiden tschechischen Mädchen Katja und Dominika in ihrer Familie. "Sprachprobleme gab es dabei nicht."

Martin macht den Dolmetscher

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"Die Verständigung funktionierte auch ohne Worte", bestätigte Johanna Bley, stellvertretende Schulleiterin der Blériot-Volksschule, das gute Verhältnis zwischen den Kindern. Und wenn es doch einmal Schwierigkeiten gab, war Martin zur Stelle. Der Zehnjährige hat eine tschechische Mutter und besucht seine Großmutter oft in Tschechien. Deshalb spricht er fließend Tschechisch und stand den anderen Kindern gerne als Dolmetscher zur Verfügung. Mit den beiden Buben, die bei ihm wohnten, freundete er sich sofort an: "Vielleicht besuche ich sie sogar bald."

Einen Besuch in Tschechien plant auch Tobias, der ganz traurig darüber ist, dass Dominik nur fünf Tage bei ihm bleiben durfte: "Eine Woche wäre ideal gewesen."

Deutsch sprechen ist deutlich einfacher als Deutsch schreiben, fand Dominika. Trotzdem will auch sie ihrer neuen Freundin Angelina Briefe schreiben.

Blériot-Schulleiterin Cornelia Wittmann will den Austausch beibehalten: "Für die Kinder ist das eine wunderbare Gelegenheit, eine andere Kultur und Lebensart kennenzulernen. Dabei gelingt es ihnen mühelos, Grenzen zu überwinden."

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