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23.01.2014

Öffnungszeiten sollen dieses Jahr ausgeweitet werden

Die Neue Stadtbücherei am Ernst-Reuter-Platz hat 50 Stunden pro Woche geöffnet. In den Zweigstellen sind es nur elf Stunden, was Experten als großes Manko ansehen. So schnell wie möglich sollen die Zeiten deshalb ausgedehnt werden. Ein Ziel, das in diesem Jahr für mindestens eine Filiale erreicht werden soll.
Bild: Silvio Wyszengrad

Neue Stadtbücherei In mindestens einer Zweigstelle werden die Nutzer künftig 22 statt elf Stunden Medien entleihen können. Innerhalb von fünf Jahren soll dies für alle Filialen gelten

Von Nicole Prestle

Die Freunde der Neuen Stadtbücherei wollen ein Zeichen setzen: Bis zum Ende des Jahres sollen die Öffnungszeiten zumindest in einer Filiale deutlich ausgeweitet werden. „Wir müssen weg von den beschämenden elf Wochenstunden“, sagt Kurt Idrizovic vom Vorstand des Fördervereins. Spätestens in fünf Jahren sollen alle Zweigstellen 22 Stunden pro Woche geöffnet haben. Die Zentrale könnte vor allem am Wochenende erweitern.

Vergangenes Jahr hatte die Stadt ein Büchereikonzept für rund 30000 Euro erstellen lassen.  Vor allem in den Stadtteilen hätten die Nutzer zu wenige Möglichkeiten, Medien auszuleihen.

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Wie dieses Problem gelöst werden kann, wird derzeit diskutiert. Die Meinungen gehen auseinander: Bücherei-Chef Manfred Lutzenberger und Kulturreferent Peter Grab fürchten, dass es in diesem Jahr nichts wird mit einer Ausweitung. Geld für die notwendigen Stellen sei im Etat nicht vorgesehen. Und selbst wenn es anders wäre, würde eine Ausschreibung so lange dauern, dass es erst 2015 Ergebnisse gäbe, sagt Grab.

Meinhard Motzko, der die Entstehung des Konzeptes als Moderator begleitete, ist anderer Meinung: „Man kann so etwas ja auch ohne den Ruf nach mehr Personal angehen.“ Er schlägt vor, Leute umzuschichten. „Wenn die längeren Öffnungszeiten zum Beispiel in Göggingen oberste Priorität haben, muss man sehen, ob man nicht aus der Filiale Personal hinschicken kann.“ Kurt Idrizovic kann sich zudem vorstellen, in den Zweigstellen Freiwillige einzusetzen.

An einem runden Tisch wurden vergangene Woche verschiedene Möglichkeiten diskutiert. Dabei waren Vertreter des Schul-, des Sozial- und des Kulturreferats. Das Ergebnis ist eine neue Arbeitsgruppe. Sie soll sich Gedanken machen, wie und in welcher Reihenfolge man die gesteckten Ziele erreichen will. Spätestens im März wird dieser Fahrplan feststehen, danach wird es um die Finanzierung gehen.

Sowohl Motzko als auch Idrizovic ist es wichtig, dass dem Konzept schnellstmöglich Ergebnisse folgen. Und zwar möglichst solche, die dem Nutzer der Bücherei auch bewusst werden. Die Bürger müssten sich sonst zurecht fragen, ob die ganze Arbeit nicht „herausgeworfenes Geld“ gewesen sei, sagt Motzko.

Einige Ziele des Büchereikonzeptes sind bereits erreicht, sie wirken sich aber nicht direkt auf den öffentlichen Betrieb aus. So wurde die Wiederbesetzungssperre aufgehoben, die Stadtbücherei konnte deshalb die Stelle für einen IT-Spezialisten und eine sogenannte schulbib-liothekarische Arbeitsstelle ausschreiben. Letztere ist als Schnittstelle zwischen Schulen und Bücherei gedacht.

Erzieherinnen unterstützen die Bibliothekare

Denn auch dies ist ein Ergebnis des Büchereikonzepts: Viele Kinder im Grundschulalter haben Förderbedarf, was Lesen und Schreiben betrifft. Diese Kinder sollen künftig stärker im Fokus der Stadtbücherei stehen. Um sie zu erreichen, muss der Kontakt zu Schulen intensiviert werden. Auf lange Sicht werden die Bibliothekare der Bücherei zudem von Erzieherinnen unterstützt.

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