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Augsburg

27.01.2016

Pendlerzug fuhr wegen Überfüllung nicht ab

In Augsburg konnte ein Zug wegen Überfüllung nicht abfahren. Symbolbild: Silvio Wyszengrad
Bild: Symbolbild: Silvio Wyszengrad

In Augsburg war ein Pendlerzug dermaßen überfüllt, dass er nicht abfahren konnte. Was Betroffene und die Bahn dazu sagen.

Catharina Plöckl aus Augsburg ist als Pendlerin Leid gewohnt. Sie fährt täglich mit dem Zug nach München, und da sind überfüllte Waggons und Verspätungen keine Seltenheit. Heute in der Früh aber war es nach ihren Schilderungen besonders schlimm. Sie wollte den Intercity um 6.59 Uhr nach München nehmen, doch der ist ausgefallen, ohne dass die Bahn einen Grund genannt habe, berichtet sie: "Der nächste Zug kam um 7:08 Uhr, hatte zwei Waggons weniger und war natürlich wegen der geringeren Kapazität und der wartenden Fahrgäste völlig überfüllt."

In einer Durchsage machten die Zugbegleiter die Fahrgäste darauf aufmerksam, dass der Zug nicht abfahren dürfe, weil er zu voll sei. Die Nachfrage bei einem Schaffner habe ergeben, dass maximal 10 bis 15 Personen in einem Waggon stehen dürfen. "Das ist aber wirklich keine Seltenheit, dass so viele Leute stehen. Ab Augsburg ist es normal, dass man keinen Sitzplatz mehr bekommt. Und es ist ja nicht das erstemal, dass es Probleme gibt. Es wird immer schlimmer", sagt Catharina Plöckl. Das Ende vom Lied: Ein Teil der Fahrgäste ist ausgestiegen, Catharina Plöckl ist sitzen gebleiben und kam rund eine halbe Stunde zu spät zur Arbeit.

Bahn hat Verständnis für Ärger

"Das ist natürlich blöd, wenn man sich erst in einen Zug quetscht und dann gesagt bekommt, dass man wieder aussteigen muss. Da kann ich den Ärger verstehen", sagt Bahn-Sprecher Franz Lindemair, der die Angaben der Pendlerin bestätigt. Der erste Zug habe einen Lokschaden in Ulm gehabt und bei dem zweiten Zug mussten die beiden Waggons wegen eines Defekts abgehängt werden.  "Und wenn ein Zug überfüllt ist und zu viele Menschen auf den Gängen stehen, dann besteht die Gefahr, dass sie zu Schaden kommen, wenn der Zug plötzlich bremsen muss." Es gelte die Regelung, dass ein Zug dann nicht abfahren soll, wenn doppelt so viele Fahrgäste wie Sitzplätze in dem Zug sind.

Man habe den Betroffenen angeboten, den ICE ohne Aufpreis zu nutzen, der gegen 7.30 Uhr nach München fuhr.

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Die Diskussion ist geschlossen.

27.01.2016

Ich habe heute morgen aufgrund der oben beschriebenenen Tatsachen meine Prüfung für mein Studium in München verpasst und muss diese nun nächstes Semester nachholen :-( . Ich wollte von Donauwörth nach München fahren. Da um 5:15 Uhr keine Verspätung für den Zug um 6:15 ab Donauwörth angezeigt wurde, habe ich mich für diesen entschieden und nicht für den ICE um 6:00 Uhr genommen. Ein fataler Fehler!! Der IC um 6:59 ab Augsburg fiel aus (stand erst ca. eine halbe Stunde vorher online!?) und der Zug um 7:08 fuhr nicht wegen Überfüllung (man konnte ja vorher nicht wissen wie viele Leute um diese Zeit nach München wollen [Ironie]). Daher hatte ich keine Chance mehr meine Prüfung um 8:15 an der Hochschule München zu erreichen. BRAVO Deutsche Bahn !!!!

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27.01.2016

Ich habe 15 JAhre die "vorzügliche Behandlung" als Bahnkunde geniesen dürfen. Träveling mit the Deutsche Bahn ist das letzte Abenteuer in Europa. Aber solange das Geld der Bahn für die Gehälter und Boni der Oberbahner und deren Paläste benötigt wird sich hier nichts ändern

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27.01.2016

Ich bin über 20 Jahre von Augsburh nach München gependelt und könnte über meine Erlebnisse ein vermutlich interessantes Buch schreiben. [url=http://www.smilies.4-user.de][img]http://www.smilies.4-user.de/include/Ugly/smilie_ugly_007.gif[/img][/url]

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27.01.2016

Wenn man den Artikel, vor allem die Erklärung der DB, so liest, hat man den Eindruck, es handele sich um ein Transportunternehmen der Dritten Welt. Erst Lok kaputt, dann Wagen defekt. Ersatz ist weit und breit nicht vorhanden. Die Tatsache ist seit Jahren bekannt. Passiert ist nix, ausser Vorstandsblabla.

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