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25.11.2017

Schädliche Mikrostoffe in Gewässern

Experten entwickeln Gegenstrategie

In Gewässern werden Mikroschadstoffe aus Arzneimitteln, Haushalts-chemikalien, Wasch- und Reinigungsmitteln oder Pflanzenschutzmitteln zunehmend zum Problem. Zu diesem Ergebnis kamen Experten bei den Bayerischen Wassertagen in Augsburg. Aus ihrer Sicht steht die Zukunft der Wasserversorgung auf dem Spiel.

Zur Tagung mit rund 200 Teilnehmern im Landesamt für Umwelt hatte der Förderverein Kompetenzzentrum Umwelt zusammen mit Partnern eingeladen. Ein großes Thema waren Mikoschadstoffe. Sie finden sich inzwischen in einer Vielzahl von Gewässern und gelangen über die Kanalisation und Kläranlagen, aber auch über die Auswaschung aus Baustoffen, Fassadenanstrichen oder durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln aus der Landwirtschaft dort hin. Kurt Müller vom Bayerischen Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz wies in seinem Vortrag darauf hin, dass die Produktvielfalt und die Anzahl der Inhaltsstoffe inzwischen für den Normalverbraucher unüberschaubar geworden sei.

Noch sei zu den tatsächlichen Risiken für Mensch und Umwelt nicht alles erforscht. Messungen des Umweltbundesamtes zeigen aber, dass beispielsweise über 150 verschiedene Arznei-Wirkstoffe in Gewässern nachgewiesen werden können.

Um eine Gefahr für die Gesundheit von vornherein ausschließen zu können, müsse aus Vorsichtsgründen der Eintrag von Spurenstoffen in die Gewässer so gering wie möglich gehalten werden. Nicht alle Wirkstoffe werden auf natürliche Weise abgebaut. Sie können sich somit im Trinkwasser und in der Nahrungskette anreichern. Das Umweltbundesamt und das Bundesumweltministerium entwickeln deshalb eine Spurenstoffstrategie, die Handlungsempfehlungen zur Minimierung des Eintrags in Gewässer erarbeitet. (AZ/eva)

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