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Schwabencenter: Ungeduld der Anwohner ist nachvollziehbar

Kommentar Von Stefan Krog
10.09.2020

Plus Die Neuplanung des Augsburger Einkaufszentrums ist zeitaufwändig. Umso wichtiger ist es, die Bewohner des Viertels einzubeziehen.

Die Ungeduld der Anwohner am Schwabencenter ist nachvollziehbar: Schon seit Jahren geistern Pläne zur Sanierung der Ladenpassage herum. Sie zerschlugen sich, es gab einen Eigentümerwechsel, der neue Eigentümer verfolgt ein anderes Konzept zur Sanierung. Und parallel zu den jahrelangen Planungen ging der Niedergang der Passage weiter.

Der Umbau des Schwabencenters ist komplex

Wenn nun der neue Eigentümer verspricht, dass es weitergeht, ohne Konkretes präsentieren zu können, ist es kein Wunder, dass Anwohner misstrauisch sind. Doch gleichzeitig ist die Argumentation, dass Planungen ihre Zeit brauchen, nachvollziehbar. Der Umbau einer Passage, auf der drei Wohnhochhäuser stehen, ist komplex.

Sollen auch Wohnungen kommen?

Und dann ist da noch das Thema Wohnbebauung: Ein erster Konzeptentwurf sah vor, Teile des zu großen Einkaufszentrums zum Parkhaus zu machen und das alte Parkhaus abzureißen und dort Wohnungen zu bauen. Das kann ein gutes Beispiel für Nachverdichtung werden, wenn auf Qualität geachtet wird. Womöglich war die Aussicht auf Bauland für Solidas der Hauptgrund, die schwierige Einzelhandelsfläche überhaupt zu kaufen. Allerdings ist sie kein Anhängsel, sondern wichtig fürs Viertel. Man muss Solidas zugute halten, dass es - Gerüchten zufolge unter Nachlässen bei der Miete - Edeka als Supermarkt halten konnte.

Doch nun sollte das Unternehmen zügig seine Ideen präsentieren. Sollte die Wohnbebauung noch aktuell sein, wird es Jahre bis zum Baustart dauern. So lange kann man weder die Bürger vor Ort im Unklaren lassen, noch einen weiteren Niedergang der Einkaufspassage zulassen. Solidas sollte transparent agieren und schlüssige Perspektiven aufzeigen.

Lesen Sie auch: Schwabencenter: Die Bewohner sind mit ihrer Geduld am Ende

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10.09.2020

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