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Städte- und Gemeindebund fordert Ausweitung der Maskenpflicht in Deutschland

11.07.2010

Spaß in der Klinik

Beim Sommerfest der Kinderklinik durften die Besucher auch selber "Behandlungen" durchführen. Sabrina Rau "assistierte" Daniel. Fotos: Ruth Plössel
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Beim Sommerfest der Kinderklinik durften die Besucher auch selber "Behandlungen" durchführen. Sabrina Rau "assistierte" Daniel. Fotos: Ruth Plössel

Die siebenjährige Marie steht im Untersuchungszimmer der Kinderklinik vor dem Tisch mit einem ganz besonderen Puppenkopf. Der Mund des Puppenmodells ist weit geöffnet, an dem Plastikrohr, das aus ihrem Hals herausschaut, sind zwei luftleere Luftballons festgebunden. "Drück mal diesen Schlauch ganz tief in die Luftröhre", sagt Dr. Andreas Wutzl, Anästhesist an der Kinderklinik. Er zeigt Marie, wie sie die Beatmungsmaske festhalten muss, um dann den Beutel so zu drücken, damit sich Luft in die Ballons drückt.

Viele Besucher sind am gestrigen Sonntag zu dem gemeinsamen Sommerfest von Kinderklinik und dem Bunten Kreis gekommen. Neben der Anästhesie konnten die Kinder auch noch viele andere Aspekte der Kindermedizin kennenlernen: mit einem endoskopischen Gerät eine Bauchoperation durchführen, aus einem überdimensionalen Ohr Gummibären herausoperieren, in der Abteilung "Traumatologie" Knochen bohren oder der eigenen Puppe einen Verband anlegen.

Auf den Wiesen vor der Klinik haben derweil Berufsfeuerwehr und DLRG mit Boot, Pool, Drehleiter und Löschzug ihre Attraktionen aufgebaut. Philipp Prues vom Tauchtrupp des DLRG Augsburg steht im Neoprenanzug in einem 1,20 Meter tiefen Bassin. Dann setzt er die Vollgesichtsmaske auf und taucht ins Wasser, beneidet um die kühle Erfrischung von den umstehenden Festgästen. Sein Kollege Tobias Foss setzt jetzt dem sechsjährigen Stefan das Headset auf und stellt so die Funkverbindung zu dem im Wasser liegenden Philipp her. Aufgeregt ruft Stefan: "Er braucht noch seine Handschuhe!" Der achtjährige Markus bittet Philipp, einen Kopfstand im Wasser zu machen und lässt sich erzählen, wie alt der Taucher ist und ob ihm kalt ist im Wasser.

Christiane Schuler, die Leiterin der tiergestützten Therapie des Bunten Kreises, ist derweil bei den letzten Vorbereitungen für die große gerittene, gefahrene und gegangene Verkehrsprüfung auf der Hilti-Oval-Bahn. In der großen Karawane "Orient Express" sollen hier eine riesige Menge von Verkehrsteilnehmern auf die Pferdebahn: geführte und gerittene Pferde, Ponys, Esel, Alpakas und Hunde, angeführt von Kindern in den Fahrzeugen.

Spaß in der Klinik

Polizisten im Einsatz

Auf der Bahn sind etliche Verkehrsschilder aufgestellt und drei echte Verkehrspolizisten überwachen die Einhaltung aller Regeln. "Kranke Kinder bei der Hippotherapie haben immer Vorfahrt" lautet die besondere Verkehrsregel, die in der tiergestützten Therapie auch an den anderen Tagen gilt, erläutert Christiane Schuler.

"Mit unserem Sommerfest wollen wir einerseits den Bunten Kreis bekannter machen, andererseits Kindern ein spannendes und schönes Erlebnis in der Klinik ermöglichen, sodass sie weniger ängstlich sind, falls sie doch einmal ins Krankenhaus müssen", erklärte Xenia Gajski, die Pflegedienstleiterin der Kinderklinik.

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