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Augsburg

17.11.2019

Winterdienst steht in den Startlöchern

Der Augsburger Winterdienst steht in den Startlöchern. 180 Mitarbeiter werden in den kommenden Monaten im Einsatz sein.
Foto: Silvio Wyszengrad (Symbolfoto)

Um Straßen und Gehwege von Schnee und Eis zu befreien, sind in den kommenden Monaten rund 180 Mitarbeiter der Stadt im Einsatz. In einem durchschnittlichen Winter kommt es zu 80 Räum- und Streueinsätzen.

Manch einer freut sich schon auf ihn, anderen ist er vor allem lästig. So oder so, er steht vor der Tür – der Winter. Die Stadt ist gewappnet: 180 Mitarbeiter des Stadtreinigungsbetriebs stehen bereit, um bei Schnee und Glätte für möglichst sichere Verhältnisse auf Augsburgs Straßen und Wegen zu sorgen. Dabei gilt der Grundsatz „So wenig Salz wie möglich, so viel wie nötig.“ So soll der Winterdienst möglichst umweltschonend erfolgen.

Der Räum- und Streueinsatz konzentriert sich in erster Linie auf die Hauptverkehrsstraßen. Nur dort wird auch Salz gestreut. Vorrangig gestreut werden Fahrbahnen mit öffentlichem Personennahverkehr, hohem Verkehrsaufkommen und gefährlichen Straßenabschnitten wie Kreuzungen und Einmündungen sowie Fußgängerüberwege. Erst danach wird der Winterdienst je nach Verkehrsbedeutung auf die weiteren Straßen im Stadtgebiet ausgedehnt.

Winterdienst: Ab 4 Uhr morgens unterwegs

Im Hinblick auf das Projekt Fahrradstadt 2020 genießen die Fahrradwege weiter besondere Aufmerksamkeit. Bereits im vergangenen Jahr waren hier gesondert geschulte Mitarbeiter im Einsatz. Mit den Erfahrungen möchte man den Winterdienst auf Radwegen nun weiter verbessern. Je nach Wetterlage sind die Mitarbeiter bereits ab 4 Uhr morgens unterwegs – mit bis zu 20 großen Streu- und Räumfahrzeugen auf den Hauptstraßen und weiteren 27 Mehrzweckfahrzeugen für Geh- und Radwege. Außerdem sind mobile Gruppen mit Schneeschaufel für Haltestellen, Treppen und städtische Gehwege im Einsatz. Für Wohn- und Nebenstraßen stehen zudem 23 Räumfahrzeuge von Privatunternehmen zur Verfügung. Weil die Straßen immer stärker zugeparkt sind, ist der Maschineneinsatz aber nicht immer möglich, was laut Stadtreinigungsbetrieb einen erheblichen Mehraufwand an manueller Arbeit bedeutet.

In einem durchschnittlicher Winter kommt es zu 80 Räum- bzw. Streueinsätze. Für diesen Winter lagern in den Depots in der Johannes-Haag-Straße und am Holzweg insgesamt 6000 Tonnen Salz, 2000 Tonnen Splitt-Salz-Gemisch und 1000 Tonnen Splitt. Das Salz wird im Salzbergwerk Stetten (Baden Württemberg) gefördert. Die Stadt betont, dass durch die kurze Entfernung Umwelteinwirkungen und Transportkosten gering gehalten werden. Ein durchschnittlicher Winter kostet die Stadt Augsburg circa 3,3 Millionen Euro. In starken Winter können die Kosten auf über 4 Millionen Euro steigen.

270 Splitterkisten im Stadtgebiet aufgestellt

Die Stadt weist darauf hin, dass Grundeigentümer die an ihr Grundstück angrenzenden Gehwege räumen und streuen müssen. Der Einsatz von Salz ist nur besonders gefährlichen Stellen wie Treppen oder abschüssigen Gehwegen in geringen Mengen erlaubt. An Werktagen müssen die Gehwege bis spätestens 7 Uhr und an Sonn- und Feiertagen bis 8 Uhr frei sein. Das Schneeschippen muss bis 20 Uhr so oft wiederholt werden, wie es zur Verhütung von Gefahren erforderlich ist. Für die Bürger wurden von der Stadt auch in diesem Jahr wieder rund 270 Splitterkisten im Stadtgebiet aufgestellt. (inma)

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17.11.2019

Von den hinsichtlich der Fahrradwege "besonders geschulten Mitarbeitern" war letzten Winter zumindest in Göggingen wohl keiner im Einsatz. In der Allgäuer und Gögginger Straße wurde jedenfalls durchgängig der Schnee von der Fahrbahn auf den Radweg geschoben...

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