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Augsburg

29.06.2017

Wo ist Platz für Sportler?

In Oberhausen mangelt es an Sportanlagen für die Allgemeinheit. Die ehemalige Paul-Renz-Anlage an der Donauwörther Straße soll dem FCA vorbehalten bleiben. Trotzdem hat die Stadt Ideen für mehr Sportflächen für Schulen, Vereine und Individualsportler, über die Referent Dirk Wurm mit interessierten Bürgern diskutierte.
Bild: Annette Zoepf

Referent Wurm will Pläne für den Ausbau von Sportstätten in Oberhausen vorstellen. Für viele Bürger bedeutet das aber nur mehr Sorgen wegen Belästigungen durch Jugendliche.

Streng genommen haben die Bürger beim Stadtteilgespräch über den neuen Sport- und Bäderentwicklungsplan am Thema vorbei diskutiert. Sie sollten Signale geben, ob die Pläne für mehr, bessere und vielfältigere Sportstätten ihren Wünschen entsprechen. Stadtrat Dieter Benkard setzte jedoch gleich zu Beginn der Diskussion in der Drei-Auen-Schule einen anderen Akzent: Die Bürger müssten bei den Planungen des Sportamts eingebunden werden, weil Sport im Freien mit Lärm und anderen Störungen verbunden sei. Hauptsächlich ging es dann darum, wie mit Jugendlichen umgegangen werden soll, die künftig die öffentlichen Plätze besetzen.

Klare Öffnungsregelungen

Stadtrat Peter Schwab sagte, Jugendliche bräuchten nur einen Platz, wo sie ihre Musik aufdrehen, Mofa fahren und Ball spielen können – mehr verlangten sie nicht. Solche Plätze gebe es in Augsburg aber zu wenig. Auf Kinderspielplätzen hätten sie nichts zu suchen. Es müsse klare Öffnungsregelungen geben, damit die Polizei eine Handhabe habe, sie dort wegzuschicken.

Wo ist Platz für Sportler?

Beispiel Kapellenschule: Ein Teil des Schulhofs soll mit einfachen Mitteln zu einer Sportfläche umgestaltet werden, die auch Jugendlichen zur Verfügung stehen soll, die nicht die Schule besuchen. Ein Obmann der Kleingartenanlage an der Kapellenstraße verlangte, dieser Sportplatz sollte nach 20 Uhr und in den Ferien geschlossen sein. Denn die Jugendlichen würden sich oft „daneben benehmen“. Lehrerin Conny Beck bekräftigte, wenn keine Aufsicht da sei, müsse geschlossen sein. Es gab aber auch Fürsprecher der Jugendlichen: Peter Eisenberger, Hortleiter an der Drei-Auen-Schule, sagte, es sei doch gut, wenn die Jugendlichen Ball spielen und nicht bloß herumhängen. Sportreferent Dirk Wurm gab zu bedenken, wenn es keine Flächen für Jugendliche gebe, eroberten sie sie sich selbst. Sabine Fischer vom Stadtjugendring wandte sich gegen Vorurteile: „95 Prozent der Jugendlichen besaufen sich nicht und nehmen keine Drogen. Es fehlen Flächen, wo nicht Erwachsene rundum sind.“

Zu wenig öffentliche Toiletten

Ein Lehrer merkte an, der Sporttreff Oberhausen sei für die Schulen zu weit entfernt. Ein Bürger schlug vor, die Sportvereine sollten mit Kindergärten zusammenarbeiten, um Kinder frühzeitig für Vereinssport zu interessieren. Ein anderer wies darauf hin, dass es in Oberhausen viel zu wenig öffentliche Toiletten gebe. Das sei für Senioren wichtig, aber auch für Familien mit kleinen Kindern. Es werde auch nicht behindertengerecht gebaut. In 25 Jahren werde es aber doppelt so viele Ältere geben wie heute.

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