Noch sind es einige Monate hin bis zum Start des neuen Ausbildungsjahres. Los geht es für die meisten Lehrlinge stets im September. Wer in der Region Augsburg einen Ausbildungsplatz sucht und noch unversorgt ist, darf hoffen. Es gibt aktuell jede Menge an nicht besetzten Lehrstellen. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) versucht, Jugendlichen eine Ausbildung schmackhaft zu machen. Die Ausbildungsbereitschaft der heimischen Firmen sei groß, was in Zeiten der Corona-Pandemie keineswegs selbstverständlich sei.
Über 1600 IHK-Unternehmen gibt es im Wirtschaftsraum, die ausbilden. „Jugendliche sollten sich jetzt für den Ausbildungsstart im Herbst bewerben, es gibt noch reichlich Angebote“, sagt Thomas Sixta, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Aichach-Friedberg. Er verweist unter anderem auf die IHK-Lehrstellenbörse, wo knapp 800 offene Stellen im Wirtschaftsraum Augsburg bei Unternehmen aus Produktion, Handel und Dienstleistungen zu finden sind. Unter: www.ihk-lehrstellenboerse.de lassen sich Ausbildungsplätze nach Ort und Wunschberuf finden, heißt es. Zeitweise hatte die IHK sogar einen Laden in der Augsburger Fußgängerzone, um bei Lehrstellen zu vermitteln.
Die Unternehmen in der Region Augsburg bilden weiter aus
Ellen Dinges-Dierig, neu gewählte Vorsitzende der IHK-Regionalversammlung Augsburg Stadt, appelliert an die Schulabsolventen, die Gelegenheit zu ergreifen, eine Ausbildung zu starten: „Die Wirtschaft setzt gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auf gut ausgebildete Fachkräfte. Eine Ausbildung bietet daher hervorragende Perspektiven.“ Dinges-Dierig sagt, dass viele Schulabgänger mit ihrem Zwischenzeugnis in den Händen beste Chancen für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben hätten: „Die Unternehmen im Wirtschaftsraum Augsburg bilden weiter aus.“
Auch bei der Agentur für Arbeit gibt es Informationen über Lehrstellen
Bei der Agentur für Arbeit, bei der die statistische Auswertung des Ausbildungsmarkts erfolgt, wird die Einschätzung der Wirtschaftskammer bestätigt. Der Ausbildungsmarkt habe sich zum Bewerbermarkt entwickelt, heißt es. Auf 2028 Bewerber warten 3386 Berufsausbildungsstellen. Gut für alle, die suchen – schwierig für Arbeitgeber, „ihren Azubi“ zu finden, sagt Elsa Koller-Knedlik, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Augsburg. Zudem habe die Corona-Pandemie die Situation am Ausbildungsmarkt stark beeinflusst. Die Kontaktaufnahme zu den Jugendlichen sei erheblich erschwert.