Kindertheater

03.11.2019

Ein Federknäuel sucht seinen Platz

Raphaela Miré Beier und Christian Beier in ihrer Andersen-Bühnenadaption von „Das hässliche Entlein“.
Bild: Wolfgang Diekamp

Die Schaubühne inszeniert „Das hässliche Entlein“ nach Hans-Christian Andersen im Kulturhaus Abraxas.

„Schau dich doch mal an: Du bist nicht wie wir!“ Was dem andersartigen Küken im Märchen gesagt wird, klingt aktueller denn je. Das grau-weiß gefleckte Federknäuel, das so tollpatschig über die Bühne hampelt, wird von Herta und Berta gnadenlos gemobbt. Richtig gemein können die beiden Enten-Puppen werden, die nicht nur dem Erzähler mit lockerem Schnabel ins Wort fallen. Christian Beier und seine talentierte Tochter Raphaela Miré haben „Das hässliche Entlein“ von Hans-Christian Andersen in mehreren Dimensionen bearbeitet. Als Jubiläumsstück zu fünf Jahren Schaubühne Augsburg kommt es nun im Abraxas für Kinder ab drei Jahre auf die Bühne.

Sechs Monate haben sie gemeinsam daran geschrieben, gebaut, gemalert und genäht. „Alles ist selber gemacht“, sagt Christian Beier stolz. Auch die Musik dazu, die auf Gitarre und Klarinette gespielt wird und schöne Kinderlieder einbezieht. Es geht darum, sich selbst zu finden: Wer bin ich? Wo gehöre ich hin? Das Entlein begegnet auf seinem Weg verschiedenen anderen Tieren, dem Mistkäfer, der Stechmücke, Hase, Fuchs und Eule. Christian Beier verwandelt sich laufend, während Raphela im hübschen Federkleid anmutig und kindlich-naiv im grünen Schilf die Welt entdeckt.

Gestartet hat Christian Beier seine Schaubühne zusammen mit Daniela Reith. Sie ist inzwischen Mutter geworden und Raphaela Miré rückte nach. Die Schaubühne spielte in der Kresslesmühle, in der Lechhauser Projektschmiede und jetzt im Abraxas. Nach dem kleinen Wassermann (in einer Unterwasser-Kulisse) und dem Pumuckl (an der Schreinerwerkbank) ist das hässliche Entlein nun die Inszenierung. Die Stadt gibt Projektförderung, gespielt wird vor allem in Kindergärten, an Schulen, in Büchereien und kleinen Theatern.

Nach der Premiere am Samstag gibt es Vorstellungen am 3., 9. und 23. November jeweils um 11 Uhr. Karten unter Tel. 0821/324-6355.

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