Lokales (Augsburg) / Alle Nachrichten
Austritt-Gerüchte

Trennt sich Leypoldt von der SPD?

Die Gerüchteküche brodelt: Hat der Chef der Augsburg AG Gerhard Leypoldt sein SPD-Parteibuch zurückgegeben? Für viele wäre der Schritt keine Überraschung.

Entwürfe für die Neugestaltung

Königsplatz: Unter dem Diktat des Gleisdreiecks

Ein Wettbewerb - und dann wird alles gut. So mögen die Stadtwerke als Auslober des Realisierungswettbewerbs für den Königsplatz gedacht haben. Nur: Ein Wettbewerb kann immer nur so gut sein wie die Bedingungen.

Umsätze schossen nach oben

Die zwei Jahre harte Arbeit haben sich bei MT Aerospace richtig gelohnt. Seit dem Verkauf der ehemaligen MAN Technologie an den Bremer Raumfahrtspezialisten OHB Technology und eine Münchner Beteiligungsgesellschaft gehen nicht nur europäische Ariane-Raketen mit Teilen des Augsburger Unternehmens, sondern auch dessen Zahlen mit einem Umsatzplus von 28 Prozent in die Höhe. Den Standort Augsburg möchte man nicht nur halten, sondern am liebsten dort expandieren.

Kurze Wege statt Zickzackkurs

"Es ist ein Verbrechen an künftigen Generationen, wenn man so plant und baut." Starke Worte, die Walter Killisperger vom Behindertenbeirat der Stadt Augsburg in den Mund nimmt, wenn er von den Umbauplänen des Hauptbahnhofs spricht. Auf einer Pressekonferenz stellte er anhand eines Optimierungsmodells gemeinsam mit Arno Erlei, Vorsitzender des Beirates, Verbesserungsvorschläge vor. Diese gehören ihrer Ansicht nach "als zwingende Vorgaben" in den vom Stadtrat bereits beschlossenen städtebaulichen Ideenwettbewerb "Bahnhofsumfeld".

Museum am Backofenwall?

Was die Finanzen angeht, so sind die Organisatoren des vierten Wertachbrucker Thor Festes nach eigenen Angaben "mit einem blauen Auge davon gekommen". Ob es 2009 wieder ein Fest geben wird, ließen Margot Schnierle und Siegfried Schmid bei einem Pressegespräch noch offen. Abhängig machen sie es vor allem von Entscheidungen der Stadt.

Gelungener Auftakt am Kennedyplatz

Auf den alljährlichen Theaterauftakt ist Beate Burger fest abonniert. So auch auf den gestrigen, zu dem die neue Intendantin Juliane Votteler ins Haus am Kennedyplatz lud. Und wie ist es? Schön, sagt die 40-Jährige. Nur dass die Eröffnung am Sonntagnachmittag und nicht wie beim Vorgänger Ulrich Peters am Samstagvormittag beginnt, stört sie etwas. Dafür hat die Hausherrin gewichtige Gründe: "Durch den Samstag haben wir noch zwei Proben für unsere ersten Premieren gewonnen, und die brauchen wir dringend", so Votteler.

Makellos vom Scheitel bis zur Sohle

Die Haare sind streng mit Pomade gescheitelt, der Frack sitzt perfekt, die Bügelfalte am Hosenbein ist akkurat und die Lackschuhe sind mustergültig poliert. Makellos vom Scheitel bis zur Sohle erschien Max Raabe auf der Bühne und versetzte unverzüglich die 1 400 Zuhörer in der ausverkauften Kongresshalle in die Ära der 20er und 30er Jahre.

Im Kurhaus tanzen die Stars des deutschen Films

Diese Woche geben sich Stars des deutschen Films im Gögginger Kurhaus die Klinke in die Hand. Am morgigen Dienstag beginnen dort die Dreharbeiten für die Verfilmung von Thomas Manns Buddenbrooks. Die Vorbereitungen laufen schon seit einigen Wochen, denn prominente Filmstars sind zum Drehen in der Stadt: die Familie Buddenbrook alias Armin Mueller-Stahl, Iris Berben, Jessica Schwarz sowie August Diehl und Mark Waschke.

Bequeme Brummis

"Wer mit so einem Ding am Rastplatz auftaucht, hat gleich ein paar neue Freunde." Sascha Christ, der Niederlassungsleiter des MAN Truck Center in Augsburg, lobt das neue Flaggschiff seines Unternehmens in den höchsten Tönen: Das Modell TGX V8 setzt mit 680 PS und 3000 Newtonmeter maximalem Drehmoment derzeit Maßstäbe in ganz Europa. Gestern wurde er zusammen mit seinen tonnenschweren Brüdern der neuesten MAN-Baureihe TGS und TGX beim ADAC Fahrsicherheitszentrum rund 1200 Besuchern vorgestellt.

Schulbus-Streit: Stadt prüft Fälle

Der Schulbus wirbelt weiter Staub auf. Zahlreiche Eltern verfolgten die Berichte zur Schulbus-Beförderung und wandten sich mit der Bitte um Hilfe an unsere Zeitung. Pünktlich zu Schulbeginn hätten sie ein Schreiben der Stadt erhalten, in dem es hieß, ihre Kinder würden nicht länger kostenlos zur Schule gefahren. "Diese Fälle", so Schulreferent Sieghard Schramm auf Anfrage, "haben aber nichts mit der Neuvermessung der Schulwege zu tun." Dennoch dürfen die Kinder der Illersiedlung in Lechhausen jetzt bis auf Weiteres auf Kosten der Stadt in die Schillerschule fahren.

Prozess um den Giftmord von Königsbrunn beginnt am 22. Oktober

Erneut findet vor dem Landgericht Augsburg in Kürze ein spektakulärer Prozess statt, der schon jetzt bundesweit auf großes Interesse stößt. Im Königsbrunner Giftmord hat die Schwurgerichtskammer die Anklage in dieser Woche zugelassen und den Prozessauftakt auf den 22. Oktober gelegt.

Wenn Kinder versuchen, die Mutter zu schützen

Ein Mann erschießt Frau und Tochter, weil er die Trennung nicht erträgt - dieses Drama einer türkischen Familie aus Augsburg ist nur die Spitze eines Eisbergs von häuslicher Gewalt, wissen Mitarbeiterinnen des Frauenhauses. Sie wissen auch, wie sehr die Kinder unter den Konflikten leiden: Mit ihren Müttern wurden dieses Jahr bereits 151 Mädchen und Jungen in der Schutzeinrichtung aufgenommen.

Rätselhafter Kriminalfall

Leichensuche mit Presslufthämmern

Mehr als zwei Jahrzehnte beißen sich Kripo und Staatsanwaltschaft an dem mysteriösen Kriminalfall schon die Zähne aus - nun soll eine bis heute spurlos verschwundene Frau offiziell für toterklärt werden. Einen entsprechenden Antrag stellte ihr damaliger Ehemann, der in Verdachtstand, sie getötet und die Leiche beseitigt zu haben.

Augsburg

Für den neuen Kö sollen die alten Bäume sterben

Eines vorweg: Politisch ist noch gar nichts entschieden, wie es am Königsplatz weitergeht. Doch Politiker und Bürger wissen seit Freitag, wie sich ein Teil der Fachwelt die Lösung für den Kö vorstellt. Das Ergebnis des Realisierungswettbewerbs wurde präsentiert.

Giftmord: Kinder sind die Leidtragenden

Bei dem scheußlichen Giftmord in Königsbrunn waren die zwei Kinder der Verdächtigen während der Tat im Haus - sie sind nach Meinung der Ermittler die Leidtragenden in dieser Tragödie.

Ein Reformkritiker bald am Ruder?

In den stürmischen Zeiten der Hochschulreform beschäftigt sich die Universität Augsburg jetzt sehr stark mit personellen Weichenstellungen. Kaum ist nach wochenlangem Ringen der neue "Aufsichtsrat" der Hochschule komplett, geht es um die Frage: Wer soll diesen neuen Hochschulrat als Vorsitzender führen? Im Gespräch ist Prof. Theodor Berchem (72), Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD.

"Wir haben ein Zeitfenster von zehn Jahren"

Auf der Kanzel einer Kirche zu stehen, ist für einen Politiker eher ungewöhnlich. "Uns steht das Predigen nicht zu, denn wir haben keine höhere Wahrheit", räumte Kulturreferentin und Bürgermeisterin Eva Leipprand ein. Und doch nahm sie die Einladung gerne an, die inzwischen dritte "Kanzelrede" in der seit Mai wiedereröffneten evangelisch-lutherischen St.-Ulrich-Kirche zu halten. In dieser monatlichen Reihe nehmen Repräsentanten aus den verschiedensten Bereichen der Gesellschaft Stellung zum Thema "Kinder in der Stadt - Kirche für die Stadt".

Neugier auf Vottelers Premiere

"Hereinspaziert, hereinspaziert", unter dieses Motto stellt Juliane Votteler die Eröffnungsveranstaltung am kommenden Sonntag im Theater Augsburg. Ein Zitat aus Wedekinds "Lulu" hat die neue Chefin gewählt, um den Besuchern Appetit auf ihre erste Spielzeit zu machen. Während die Theaterfeste unter der Intendanz von Ulrich Peters immer kostenlos waren, verlangt die neue Leitung zumindest für die Abendveranstaltung zehn Euro Eintritt. Kein Problem für die als sparsam bekannten Schwaben, es gibt nur noch wenige Restkarten.

Onkel kaufte sich vom Vorwurf des Missbrauchs frei

Mit knapp 6000 Euro soll sich ein 41-jähriger Augsburger innerhalb der Familie "freigekauft" haben, dem vorgeworfen wird, seine kleine Nichte in sechs Fällen sexuell schwer missbraucht beziehungsweise vergewaltigt zu haben. Von der Vereinbarung, Stillschweigen über das Geschehen zu bewahren, existiert sogar ein schriftlicher Vertrag. Der Mann, gegen den derzeit vor der Jugendkammer des Landgerichts verhandelt wird, soll das Mädchen zum Geschlechtsverkehr gezwungen haben.

Bei den Türken sitzen Schock und Trauer tief

"Es ist schrecklich. Eine Tragödie." Diese Worte fallen immer wieder, wenn man mit Menschen über das Familiendrama in der Türkei spricht. Die Menschen trauern: an der Schule, die die 16-jährige Esma besuchte, in dem Viertel, wo die Familie lebte, in der Moschee, in die der Vater ging, der seine Frau Emine und seine Tochter erschoss.