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Test
05.03.2022

Sein oder Design: Der Nissan Juke im Test

Cooler Crossover: der Nissan Juke
Foto: Nissan

Der Nissan Juke hat eine spektakuläre Optik – und eine kaum zu verzeihende Schwäche. Der Test.

Eines der umstrittensten Geschöpfe, das der Schrumpfmotoren-Trendder vergangenen Jahre hervorgebracht hat, ist der Dreizylinder. Auf dem Papier punktet er mit geringem Gewicht und kompakten Einbaumaßen sowie mit niedrigen Verbräuchen.

In der Praxis aber kann es ganz anders ausschauen. So zum Beispiel Dreizylinder des Nissan Juke. Der begnügt sich der Norm nach mit fünf Litern Super, schlug aber in unserem Test mit neun Litern über die Stränge. Für einen gerade einmal ein Liter „großen“ Motor mit nicht mehr als 114 PS ist das kein Juke, sondern ein Joke, ein Witz. Zumal der Turbobenziner auch hinsichtlich der Kraftentfaltung nicht gerade glänzt. Erst kommt der kleine Nissan so gut wie gar nicht aus dem Quark, dann setzt das Drehmoment so vehement ein, dass die Vorderräder scharren. Oben raus scheint sich das Triebwerk leistungsmäßig rasch aufzulösen.

Dass die Japaner den Turbo an ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe hängen, ist gut gemeint. Um die sportlichen Ambitionen des Wagens zu unterstreichen, müsste es aber flinker und mit besserem Timing schalten. Da empfiehlt es sich, die Gänge von Hand zu wechseln, was den potenziellen Juke-Kundinnen und Kunden obendrein knapp 2000 Euro spart.

Damit aber genug gemotzt, den vom Antrieb abgesehen macht der Nissan vieles richtig. Im Segment der kleinen Crossovers war er schon immer der kleine Rebell, mit einem unverwechselbaren Design, das in Generation zwei nicht braver, aber reifer geworden ist. Besonders die Seitenansicht, grade wenn die tollen 19-Zöller montiert sind, mit der schwebenden, coupehaften Dachlinie sucht ihresgleichen.

Nissan Juke DCT N-Design: technische Daten

  • Hubraum 999 ccm
  • Leistung 84 kW, 114 PS
  • Drehm. 200 Nm ab 3000/min
  • Länge/B./H. 4,21/1,80/1,60 m
  • Leergewicht/Zul. 1286/439 kg
  • Anhängelast gebr. 1250 kg
  • Kofferraum 422 - 1305 l
  • 0 – 100 km/h 11,8 s
  • Spitze 180 km/h
  • Normverbrauch 5,0 l Super
  • CO2-Ausstoß 114 g/km
  • Energieeffizienzklasse B
  • Preis ab 29.890 Euro

Dass sich der Juke auf 4,21 Meter gestreckt hat, kommt nicht nur der Optik, sondern vor allem den Insassen zu Gute. Speziell denen auf der Rückbank. Sie genießen nun 5,8 Zentimeter mehr Kniefreiheit, was für so ein kleines Auto eine kleine Welt ist. Auch der Kofferraum bietet mit 422 Litern vorbildlich viel Platz. Der durchdachte und durchgestylte Innenraum betont das coole Fahrgefühl. Fast erinnert das Interieur mit seinen runden Formen und seiner kessen Fahrerorientierung an einen Mini.

Der Wagen lässt sich so individuell zusammenstellen wie ein modisches Outfit. Die Farben von Karosserie, Dach, Stoßfängern und Seitenschwellern können sich Juke-Fans selbst aussuchen. Vorausgesetzt, sie ordern die Top-Version „N-Design“ ab 28.190 Euro, rund 10.000 Euro über dem Basispreis, aber ausstattungsmäßig ein Träumchen. Nur beim Motor haben die Juke-Käuferinnen und Käufer leider keine Wahl.

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