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Coronavirus
28.09.2022

Heime sehen keinen Unterstützungsbedarf beim Impfen

Ein medizinischer Mitarbeiter befüllt eine Spritze mit einem der Impfstoffe gegen das Coronavirus.
Foto: Daniel Bockwoldt, dpa (Symbolbild)

Wer im Pflegeheim lebt und eine Impfung gegen das Corona-Virus wünscht, der bekommt die auch - das ist laut Gesundheitsministerium Ergebnis einer neuen Erhebung im Land.

Ende August wurde über die Heimaufsichtsbehörden bei Pflegeheimen im Land der Unterstützungsbedarf beim Impfen der Bewohner abgefragt, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. 1411 Einrichtungen gaben Rückmeldung. Ergebnis: Weniger als ein Prozent der Einrichtungen gaben an, die Bewohner noch nicht über Impfmöglichkeiten informiert zu haben. Es sei zudem laut Ministerium kein Fall gemeldet worden, "in dem einem artikulierten Impfwunsch trotz aller Bemühungen nicht entsprochen werden konnte". Mehr als 99 Prozent der Einrichtungen haben nach eigenen Angaben keinen Unterstützungsbedarf beim Thema Impfen.

"In der Auswertung der Abfrage konnte keine Einrichtung identifiziert werden, in der trotz ausdrücklichen Impfwunschs einzelner Bewohnerinnen und Bewohner eine Impfung nicht in angemessener Zeit über die Regelversorgung oder Mobile Impfteams realisiert werden konnte", schrieb Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) in einem Brief an die Einrichtungen. Die Behauptung, unzureichende Aufklärung oder unzureichende ergänzende Impfangebote seitens des Landes seien für niedrige Quoten bei den Booster-Impfungen ursächlich, entbehrt nach Angaben seines Ministeriums jeder Grundlage.

Die Opposition hatte im Frühjahr kritisiert, dass die Booster-Quote in manchen Einrichtungen im Land erschreckend niedrig sei.

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