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Niederbayern

07.10.2019

39-Jähriger in Abensberg erschossen: Tatverdächtiger in Psychiatrie

In der Kleinstadt Abensberg ist am Mittwochabend ein Mann erschossen, ein weiterer durch Schüsse schwer verletzt worden. Die mutmaßlichen Täter sind gefasst - doch ihr Motiv bisher völlig unklar.
Video: dpa

Im bayerischen Abensberg wurde ein 39-Jähriger erschossen, ein weiterer Mann liegt noch im Krankenhaus. Der Verdächtige (41) wird in einer Psychiatrie untergebracht.

Nach den tödlichen Schüssen im niederbayerischen Abensberg ist der mutmaßliche Täter in der Psychiatrie untergebracht worden. Gegen den 41-Jährigen wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft ein Unterbringungsbefehl wegen einer psychiatrischen Erkrankung erlassen, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Niederbayern am Montag sagte.

Der 41-Jährige war kurz nach der Tat festgenommen worden. Gegen ihn erging Haftbefehl wegen Mordverdachts. Gegen einen 30-Jährigen, den die Polizei mit dem Tatverdächtigen festgenommen hatte, erhärtete sich der Verdacht nicht.

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Nach Erkenntnissen der Polizei sollen sich die vier Männer gekannt haben. Der mutmaßliche Täter wie auch der Getötete haben demnach jeweils die serbische und die kosovarische Staatsbürgerschaft und stammen aus derselben Region. Für eine politisch motivierte Tat gebe es keine Hinweise, so die Polizei.

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Nach der Tat waren die beiden Männer den Angaben nach zunächst mit einem Auto geflohen. Dank Zeugenaussagen fand die Polizei das Auto wenig später vor einem Anwesen im Ort. Dort nahmen Polizisten die beiden Männer noch am Abend fest und stellten bei ihnen zudem die mutmaßliche Tatwaffe sicher.

Polizei ermittelt im Umfeld der Beteiligten

Das Motiv für die Tat ist weiter unklar. Für eine politisch motivierte Tat, wie sie die Nationalitäten der Beteiligten nahelegt, gebe es bislang keine Hinweise. Die Polizei bat auf Twitter darum, Spekulationen über den Fall zu unterlassen.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei  laufen weiter. "Wir untersuchen, wie oft auf den Mann geschossen wurde und befragen weitere Augenzeugen", sagte ein Polizeisprecher. "Zum Motiv gibt es derzeit keine neuen Erkenntnisse". Derzeit konzentriere sich die Arbeit der Kriminalpolizei auf die Zeugenaussagen und auf Ermittlungen im Umfeld der Tatverdächtigen und der Opfer. (dpa)

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