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  3. Debatte: Rassismus oder Kulturgut? Petition gegen "Mohr" auf bayerischen Wappen

Debatte
13.10.2020

Rassismus oder Kulturgut? Petition gegen "Mohr" auf bayerischen Wappen

Über ihn wird diskutiert: der Coburger Mohr.
Foto: Gerald Matzka, dpa (Archivbild)

Die Darstellung des "Mohrs" in bayerischen Stadtwappen ist rassistisch, finden 4000 Unterzeichner einer Petition. Doch es gibt Gegenwind. Der bayerische Landtag soll nun schlichten.

Die Darstellung des sogenannten "Mohrs" ist Bestandteil bayerischer Stadtwappen - in Coburg, Freising und Garmisch-Partenkirchen. Und steht im Kreuzfeuer. "Das Coburger Stadtwappen stellt einen verletzenden, rassistischen, kolonialistischen Stereotype eines Schwarzen Menschen da", meinen die Berliner Studentinnen Juliane Reuther und Alisha Archie. Deshalb fordern sie in ihrer Petition auf der Kampagnenplattform "Change" eine Änderung des Coburger Wappens. Fast 4000 Menschen stimmen ihnen zu und haben die Petition unterschrieben.

Für ihre Bestrebungen erhalten Reuther und Archie prompt Gegenwind. Tobias Schmidt aus Nürnberg will mit seiner Gegenpetition auf der Plattform "openPetition" erreichen, dass das Coburger Stadtwappen bleibt, wie es ist. "Der Coburger Mohr leitet sich vom Stadtpatron St. Mauritius ab und ist keinesfalls eine fiktive Gestalt, welche eine kolonialistische Stereotype darstellt", schreibt er in seiner Stellungnahme. Mehr als 5000 Menschen unterstützen ihn.

Rassismusdebatte: Bayerischer Landtag entscheidet über Stadtwappen

Ähnlich äußerte sich auch der Coburger Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (SPD) in einer Stellungnahme an die Staatsregierung. Und betonte, die Darstellung habe keinen rassistischen Ursprung. "Politische Mehrheiten zur Änderung des Stadtwappens sind in den Gremien der Stadt Coburg nicht wahrnehmbar", äußerte er außerdem.

Ob der "Mohr" nun tatsächlich aus den Stadtwappen verschwinden muss, das entscheidet der bayerische Landtag. Wann das passiert und welche Konsequenzen drohen, ist noch unklar, wie eine Sprecherin des Landtags mitteilte. (mit dpa)

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Die Diskussion ist geschlossen.

14.10.2020

Egal ob schwarz oder weis, die Darstellung eines Kopfs hat mit Rassismus nichts zu tun. Wer farbige Menschen nicht gleichbehandelt
ist ein Rassist.

14.10.2020

So sehe ich das auch, und was sind 4000 Schlaumeier gegen die ca 10 Mio. Bayern, soll man sich da den 4000 beugen, sicher nicht.

14.10.2020

Wie kommen sie darauf, dass 10 Millionen Bayern keinen rassistischen Hintergrund bei "Mohr" sehen? Das ist wohl eher ein Wunschdenken. Viele Bayern dürften wohl etwas fortschrittlicher sein ohne sich auf eine Seite festzulegen. Immerhin wird viel diskutiert und auch Namen geändert. Das sind die Fakten und nicht ob ca. 10 Millionen Bayern sich 4000 Schlaumeier beugen sollen.
Schauen sie mal hier:
https://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Umbenennung-des-Drei-Mohren-Darum-sind-Begriffe-wie-Mohr-rassistisch-id57888476.html