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22.04.2017

Jetzt noch auf die Piste!

Zum Saisonabschluss in den Skigebieten kam der Winter noch einmal zurück. Warum es mancherorts sogar zu viel Schnee gab und wo man derzeit noch fahren kann

Kurz vor dem Ende der Wintersportsaison wurde der Schnee beinahe zu viel. Nach einem halben Meter Neuschnee über Nacht konnten viele Pisten nicht präpariert werden. Und so fuhren am Donnerstag nur zwei von fünf Skiliften, wie ein Sprecher der Bayerischen Zugspitzbahn sagte. Aber auf dem 2962 Meter hohen Berg klagte keiner über die zusätzliche Arbeit. „Wir freuen uns immer über Schnee. Dass wir am Ende noch mal so reichlich beschenkt werden, ist natürlich erfreulich.“ Immerhin machte sich der überraschende Neuschnee auch prompt in überdurchschnittlich guten Besucherzahlen bemerkbar.

Insgesamt verzeichnen die Liftbetreiber in den bayerischen Skigebieten eine positive Bilanz für die zu Ende gehende Wintersportsaison 2016/17. Auch wenn die Saison spät angefangen habe, betonte Jörn Homburg von den Allgäuer Bergbahnen, sei man in den Skigebieten rund um Oberstdorf sowie im Kleinwalsertal zufrieden. Der neuerliche Wintereinbruch beschert dem Allgäu nun ein gelungenes Saisonende. „Die Schneeverhältnisse sind einfach irre, nahezu perfekt“, berichtete Homburg. Wintersportler können ihre Kurven noch an der Kanzelwand und am Nebelhorn ziehen. Dort sind weiterhin acht Lifte bis zum 24. April beziehungsweise 1. Mai geöffnet.

Zu Beginn des Winters hatten die Liftbetreiber in der Region zwischen Brauneck nahe Bad Tölz und Sudelfeld bei Bayrischzell sehnsüchtig auf Schnee gewartet. Peter Lorenz vom Liftkartenverbund AlpenPlus räumte ein: „Der Ansturm in den Weihnachtsferien blieb aus.“ Nur mit Kunstschnee konnten die Hauptabfahrten im Dezember geöffnet werden. Erst bei Schneefall und Minusgraden im Januar zog der Betrieb dann an – dafür gleich richtig. Bei strahlendem Sonnenschein drängten Skifahrer und Snowboarder an den Wochenenden auf die Pisten. Dank des außergewöhnlich guten Monats verzeichneten die Betreiber trotz des durchwachsenen Februar und frühlingshaften März eine nach ihren Angaben durchschnittliche Saison. Es kamen sogar etwas mehr Wintersportler als ein Jahr zuvor. In das größte Skigebiet im Bayerischen Wald reisten an den guten Tagen im Januar bis zu dreieinhalbtausend Wintersportler. Andreas Stadler von der Arber-Bergbahn betonte, viele Sonnentage lockten auch Rodler und Winterwanderer auf den Großen Arber. In Reit im Winkl in Oberbayern rechnete man auf Pisten, Loipen und Winterwanderwegen mit einem leichten Besucherplus gegenüber der Saison 2015/16. Von dem Überraschungs-Winter im April konnte allerdings keine der drei Regionen noch profitieren, denn die Skilifte hatten schon seit einigen Wochen den Betrieb eingestellt. (dpa)

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