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Kempten
17.08.2018

Straftaten im Auslandseinsatz: Verfahren gegen Soldaten

Die Staatsanwaltschaft Kempten bearbeitet seit 2013 Strafverfahren gegen Soldaten, die im Auslandseinsatz eine Straftat begangen haben sollen.
Foto:  Robert Schlesinger, dpa (Symbolbild)

Von 2013 bis 2017 hat die Staatsanwaltschaft Kempten in 67 Fällen gegen Soldaten ermittelt, die im Auslandseinsatz eine Straftat begangen haben sollen.

Die bundesweit zuständige Staatsanwaltschaft Kempten hat seit 2013 bis einschließlich 2017 in 67 Fällen gegen Soldaten ermittelt, die Straftaten im Auslandseinsatz begangen haben sollen. Das teilte eine Sprecherin der Behörde der Deutschen Presse-Agentur mit. 

Die Staatsanwaltschaft Kempten bearbeitet seit 2013 Verfahren gegen Soldaten aus ganz Deutschland. Davor war die Staatsanwaltschaft seit 2010 bereits für Fälle aus Bayern zuständig. Dabei ermitteln drei Staatsanwälte und drei Oberstaatsanwälte unter anderem wegen Diebstahls, Gehorsamsverweigerung oder Körperverletzung.

In allen Einsatzorten werden gleich viele Straftaten verübt

Ausgenommen sind nur Fälle, bei denen ein Soldat verdächtigt wird, gegen das Völkerrecht verstoßen zu haben. Darunter fallen zum Beispiel bewaffnete Auseinandersetzungen und Kriegsverbrechen. Für solche Verfahren ist die Generalbundesanwaltschaft zuständig.

Wie viele der Verfahren gegen Soldaten eingestellt werden und wie viele mit einem Urteil abgeschlossen werden, ist nicht bekannt. Die Staatsanwaltschaft trennt diese Fälle in ihrer Statistik nicht von den übrigen. Der Anteil an Verfahren, die wegen Geringfügigkeit oder Unschuld eingestellt werden, sei jedoch ähnlich wie bei normalen Verfahren. Laut einer Sprecherin der Staatsanwaltschaft Kempten werden an allen Einsatzorten in etwa gleich viele Straftaten verübt. (dpa/lby)

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