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Kindergartenkinder
18.03.2009

Rückwärts laufen - unmöglich

Kinder laufen

Kindergartenkinder sind nach Erkenntnis eines Arztes heute motorisch um ein Vielfaches ungeschickter als noch vor 20 Jahren. Das zeigt eine Studie aus Würzburg.

Würzburg (lb, ioa) - Kindergartenkinder sind nach Erkenntnis eines Arztes heute motorisch um ein Vielfaches ungeschickter als noch vor 20 Jahren. "In koordinativen Leistungsbereichen schneiden Kindergartenkinder heute schlechter ab als Mitte der 80er Jahre", sagt Prof. Helge Hebestreit, Leitender Oberarzt an der Uni-Kinderklinik Würzburg.

Der Kinderarzt stützt sich auf die Ergebnisse einer von ihm geleiteten Studie in 41 Kindergärten von Stadt und Landkreis Würzburg sowie von Stadt und Landkreis Kitzingen.

So hatten Hebestreit und sein Team 2007/08 die motorischen Fähigkeiten von 726 Kindern im Alter von drei bis fünf Jahren untersucht, zum Beispiel das zielsichere Ballwerfen oder das Balancieren auf einem zehn Zentimeter breiten Teppichstreifen - rückwärts allerdings. "Das Kind darf nicht übertreten", erklärte Hebestreit diese Aufgabe, für die der Nachwuchs im Test zwei Versuche gehabt hatte. "Mitte der 80er Jahre haben etwa 30 Prozent der Kinder das nicht gekonnt. Heutzutage sind es 80 Prozent, die es nicht schaffen", erläuterte Hebestreit die Forschungsergebnisse.

Hintergrund der Tests seien Hinweise gewesen, wonach ein Großteil der Unfälle in dieser Altersgruppe durch Koordinationsmängel bedingt ist. "Die Koordinationsfehler der Kinder führen oft dazu, dass Unfälle passieren." Insofern sei es problematisch, wenn die Bewegungsabläufe der Kleinen unkontrolliert verliefen.

Ursache für die eingeschränkten motorischen Fähigkeiten sieht der Experte in der oftmals fehlenden Bewegungserfahrung. Zum einen seien Kinder heute weniger aktiv als früher, zum anderen sei ihre Bewegungsvielfalt nicht mehr so groß wie bei vergleichbaren Gleichaltrigen vor 20 Jahren. "Die machen einfach nicht mehr so viel", sagte Hebestreit. Viele würden sich in ihrer Freizeit auf ein oder zwei Aktivitäten festlegen, also Spazierengehen oder Ball spielen, wüssten aber nicht mehr, wie man auf Bäume klettert.

"Wir brauchen wahrscheinlich gar nicht den Sportlehrer oder Fitnesslehrer, der im Kindergarten etwas anbietet", so Hebestreit. Allerdings sollten die Erzieher besser geschult werden. Wichtig sei, ihnen Bewegungsexperten zur Seite zu stellen, die Ideen für neue Spiele aufzeigten. Die Ergebnisse der Studie sind Hebestreit zufolge zwar nicht repräsentativ, zeigten aber einen Trend auf.

Für Marion Reuter (Mering, Kreis Augsburg) ist der Befund aus Würzburg nicht weiter überraschend. Seit mehr als zehn Jahren versucht der Turnverband in Schwaben Erzieherinnen in zwei- bis dreistündigen Fortbildungen wenigstens einige Ideen für Bewegungsspiele an die Hand zu geben. Aber das reicht nicht aus, sagt Reuter, die beim Bayerischen Turnverband Landesfachwirtin für den Bereich "Kindergarten, Schule und Verein" ist. Eine seit zwei Jahren angebotene Zusatzqualifikation für Erzieher, Grundschullehrer und Übungsleiter, die "Bewegung für alle" vermittelt, haben bisher noch nicht einmal 50 Interessierte in Bayern erworben.

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