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Gastronomie

15.05.2018

Kloster Andechs braucht einen neuen Wirt

Das Kloster Andechs ist ein beliebter Ausflugs- und Wallfahrtsort in Oberbayern. Im Klostergasthof steht nun eine Veränderung an.
Bild: Peter Kneffel, dpa

Das oberbayerische Kloster Andechs ist ein beliebter Ausflugs- und Wallfahrtsort. Der Pächter des Gasthofs, Alexander Urban, hört nach fast 25 Jahren auf.

Das oberbayerische Kloster Andechs sucht für seinen Klostergasthof auf dem Heiligen Berg einen neuen Wirt. Der bisherige Pächter Alexander Urban habe seinen Vertrag zum Jahresende 2018 gekündigt, teilte das Kloster am Dienstag mit. Man bedauere die Kündigung und danke Urban und seinen Mitarbeitern für die fast 25-jährige Zusammenarbeit. Was die Nachfolge angeht, stehe man „in positiven Gesprächen“, sagte Klostersprecher Martin Glaab.

Erlöse aus der Klosterbrauerei fließen zum Teil in Münchner Obdachlosenarbeit

Das bei Herrsching im Landkreis Starnberg gelegene Kloster Andechs ist ein äußerst beliebter Ausflugs- und Wallfahrtsort. Es ist seit 1850 Wirtschaftsgut der Münchner Benediktinerabtei Sankt Bonifaz und soll – gemäß dem von König Ludwig I. verfügten Stiftungszweck – die nötigen Mittel für die Abtei sicherstellen. Die Erlöse unter anderem auch der Klosterbrauerei ermöglichen der Abtei ihre aufwendige Arbeit für Münchner Obdachlose.

Urbans Gründe für die Kündigung sind nicht bekannt

Die Hintergründe für Urbans Kündigung sind unbekannt. Er selbst war am Dienstag für Nachfragen nicht zu erreichen. Glaab sagte, das Kloster sei von der Kündigung überrascht worden. Ende des vergangenen Jahres habe ein erstes Gespräch zur Fortführung des Pachtvertrages und über nötige Investitionen stattgefunden. „Ziel der Gespräche war die vertragliche Regelung einer weiteren langfristigen Zusammenarbeit“, erklärte Glaab. Dieses Ziel sei wegen Urbans Kündigung nun hinfällig geworden.

Die Bild-Zeitung hatte berichtet, dass Urban aufhört, weil das Kloster ihm die Pacht um fast 100 Prozent erhöhen wollte. Dem widersprach Glaab und sagte, das sei definitiv nicht der Fall. Über die Höhe der Pacht sei abschließend noch gar nicht gesprochen worden. (dpa)

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16.05.2018

Wie kaum ein anderer Ort steht Kloster Andechs für das wahre, unverfälschte Bayern. Für Geborgenheit und Heimat, Bierseligkeit und Religiosität, innere Einkehr und pure Lebensfreude. Andechs ist eine besonders prächtige Perle in der langen Kette bayerischer Sehnsuchtsorte.
Angesichts dieser herausragenden Bedeutung des "Heiligen Berges" wird schnell klar, dass der Klostergasthof gar nicht gut genug sein kann. Deshalb sollte das Kloster alles und wirklich alles daransetzen, um den anstehenden Wechsel zu nutzen, damit wir uns auf eine bodenständige Küche auf höchstem handwerklichen Niveau zu bezahlbaren Preisen freuen dürfen. Dazu wird der Herrgott gewiss seinen Segen geben!

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