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Immenstadt

31.08.2017

Motorrad schleudert in Familie: Wird der tödliche Unfall je aufgeklärt?

Bei dem Unfall bei Immenstadt starben vier Menschen.
Bild: Matthias Becker

Ein Motorradfahrer kommt von der Straße ab, schleudert in eine Familie. Vier Menschen sterben. Viele Fragen sind offen. Unklar ist, ob sie je geklärt werden.

Warum? Das fragen sich nach dem Unfall mit vier Toten bei Immenstadt in diesen Tagen viele. War der Motorradfahrer zu schnell oder gar alkoholisiert? Waren andere Verkehrsteilnehmer beteiligt? Ist der 24-Jährige auf dem Hinterrad gefahren und hat deshalb die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren?

Noch sind die Ermittlungen zu dem schrecklichen Unfall nicht abgeschlossen, sagt Bernhard Menzel, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Kempten. Es sei jedoch nicht klar, ob nach dem Tod des Unfallverursachers überhaupt ein vollständiges Gutachten erstellt werde. Schließlich könne keine Anklage mehr gegen ihn erhoben werden.

Der Vater war nur wenige Meter von seiner Familie entfernt

Und wie geht es dem Vater, dessen Frau und Kinder ums Leben gekommen sind? Wie berichtet, hatte ein 24-Jähriger auf Höhe der Abzweigung zum Kleinen Alpsee bei Immenstadt die Kontrolle über sein Motorrad verloren und war in eine Frau und ihre zwei Kinder geschleudert. Der Vater saß nur wenige Meter weiter im Auto. Am Abend des Unfalls und am nächsten Tag haben sich Seelsorger unter anderem um den 50-Jährigen aus Haldenwang gekümmert. Einer von ihnen war Pastoralreferent Benno Driendl. Er erzählt, dass auch ein nachfolgender Motorradfahrer sowie Ersthelfer von ihm und einem Kollegen betreut wurden.

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In Immenstadt (Oberallgäu) ist ein Motorradfahrer in eine Menschengruppe geschleudert. Vier Menschen starben.
Bild: Schneider/News 5

Driendl kümmerte sich aber vor allem um den Vater und später auch um weitere Familienmitglieder. „Dabei geht es um ein kontinuierliches Da-Sein, um ein Mit-Aushalten dieser unfassbaren Situation“, sagt der Notfallseelsorger. Am Tag danach half Driendl dabei, weitere Unterstützung zu organisieren.

Ob der Unfallverursacher einen sogenannten Wheelie gemacht hat, also auf dem Hinterrad fuhr, konnte bisher nicht geklärt werden. Derartige Manöver sind auf öffentlichen Straßen aber generell verboten, sagt Polizeisprecher Jürgen Krautwald.

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