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München-Berlin
24.06.2015

Ausbau der ICE-Strecke München-Berlin könnte lange Verzögerung drohen

Läuft die Bahnbaustelle auf der Strecke zwischen München und Berlin zeitlich as dem Ruder? Symbolbild
Foto: Daniel Reinhardt (dpa)

Deutschlands größte Bahnbaustelle auf der ICE-Strecke zwischen München und Berlin droht einem Medienbericht zufolge aus dem Ruder zu laufen.

Die derzeit größte Bahnbaustelle Deutschlands auf der ICE-Strecke zwischen München und Berlin droht nach einem Bericht der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (HAZ) finanziell und zeitlich aus dem Ruder zu laufen.

Weil das Bonner Eisenbahnbundesamt sich weigere, eine neuartige Gleisbett-Konstruktion auf dem rund 20 Kilometer langen Bauabschnitt Saale-Elster-Talbrücke zuzulassen, könnte ein Millionen Euro teurer Rück- und Neubau der erneuerten Strecke nötig werden, schreibt das Blatt (Mittwoch). Ein Bahnsprecher sagte der Deutschen Presse-Agentur hingegen: "Wir gehen davon aus, dass wir die Strecke planmäßig am Jahresende in Betrieb nehmen."

Fahrzeit zwischen Berlin und München soll deutlich verkürzt werden

Der Streckenabschnitt mit mehreren Brücken soll die Fahrzeit zwischen Berlin und München deutlich verkürzen. Für die Brücken in dem Streckenabschnitt laufe das Zulassungsverfahren noch, sagte der Bahnsprecher. Die Zulassung setze Messfahrten voraus, die teilweise noch absolviert werden müssten. Der Zeitung zufolge geht es um eine Betonausgleichsschicht. Solche stark belasteten Betonschichten dürften nur mit Stahl bewehrt eingebaut werden. Dies sei bei den ICE-Brücken über das Elster-Saale-Tal nicht erfüllt, heißt es dem Bericht unter Berufung auf Bahn-Kreise.

Der Bahnsprecher bestätigte Informationen der "HAZ", wonach Konzernvertreter an diesem Donnerstag in Berlin mit Vertretern des Eisenbahnbundesamtes und des Bundesverkehrsministeriums über die Zulassung sprechen werden. Der Konzern sprach von einem normalen Zulassungsverfahren. dpa/AZ

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