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München

25.06.2015

Nehmen die Störungen bei der Münchner S-Bahn zu?

Fahrgäste leiden immer wieder unter Verspätungen und Ausfällen bei der S-Bahn in München. Laut Fahrgastverband Pro Bahn sollen die Störungen zugenommen haben. Die Bahn dementiert.
Bild: Archivbild Thorsten Jordan

Fahrgäste leiden in diesen Tagen unter Verspätungen und Ausfällen bei der S-Bahn in München. Laut Fahrgastverband Pro Bahn haben die Störungen zugenommen. Die Bahn sieht das anders.

Am Mittwoch begann der Tag für viele Münchner S-Bahn-Fahrer einmal mehr mit Ärger und Stress: Eine Störung am Ostbahnhof führte zu Chaos auf der Stammstrecke. Am Donnerstagmorgen dann erneut die Meldung, dass es auf der Stammstrecke in Richtung München-Pasing zu Beeinträchtigungen komme. Wieder war eine technische Störung an einem Signal der Grund.

Pro Bahn: Mehrzahl der Störungen wegen Signal- oder Stellwerksstörungen

Da kann sich der ein oder andere schon einmal die Frage stellen, ob die S-Bahn anfälliger für Störungen geworden ist. Der Fahrgastverband Pro Bahn zählte nach und verzeichnete einen Anstieg der Störfälle bei der Münchner S-Bahn in den letzten zwei Jahren. Das läge zum Teil an Fremdeinflüssen wie "Personen im Gleis". "Recht klar ist aber, dass die Mehrzahl der Ursachen Bahn-intern sind", so Edmund Lauterbach, ein Mitglied des Verbandes.

Ursachen für sogenannte interne Störungen seien vor allem Signal-, Stellwerks- und Fahrzeugstörungen. In der ersten Aprilhälfte 2014 dokumentierte Lauterbach solche Störungen, die ohne Fremdverschulden wie durch Polizei- oder Notarzteinsätze eintraten. Damals zählte Lauterbach 24 Fälle. In der ersten Junihälfte führte Lauterbach nun erneut Buch: 37 Störungen ohne Fremdverschulden verzeichnete er. Im Vergleich zu April 2014 lagen laut Pro Bahn also über 50 Prozent mehr Störungen vor.

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"So kann man das nicht sagen", heißt es von Seiten der S-Bahn München. Zum einen würde das Unternehmen im Vergleich zum vergangenen Jahr offensiver über Störfälle informieren, damit sich seine Fahrgäste darauf einstellen könnten. Die Zahlen von Edmund Lauterbach stützten sich auf diese Meldungen, die Medien über Verzögerungen informieren sollen. Zum anderen seien im Untersuchungszeitraum viele Schäden durch ein Unwetter am 8. Juni aufgetreten, das zu besonders vielen Störungen bei den Münchner S-Bahnen geführt hätte, so der Sprecher der S-Bahnen München.

Störungen durch bessere Wartung vermeiden

"Wir fahren am Anschlag", beteuert der Sprecher der S-Bahnen München. Erst mit der zweiten Stammstrecke könnten die Störungen effizienter umgangen werden. Mit 140.000 Fahrgästen an "guten Werktagen" dauere das Ein- und Aussteigen eben manchmal länger und wenn die S-Bahnen im Zwei-Minuten-Takt die Stammstrecke bedienen, dann führte das in der Summe zu Verspätungen.

Bis die zweite Stammstrecke definitiv beschlossen, gebaut und befahrbar ist, bietet die S-Bahn ihren Fahrgästen einen Livefahrplan an. Dort kann jede S-Bahn verfolgt werden; auch Verspätungen zeigt die interaktive Karte an. Außerdem informiert die Bahn über Twitter ihre Fahrgäste über Verzögerungen im S-Bahn-Netz.

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