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Oberbayern
30.10.2015

CSU-Politiker soll Pfarrer aus dem Kongo als "Neger" bezeichnet haben

Der Ärger Haindls beruht offensichtlich darauf, dass Ndjimbi-Tshiende Formulierungen von dessen Parteifreundin im "ZornedingReport" kritisiert hatte.
Foto: ZornedingReport Screenshot

Olivier Ndjimbi-Tshiende stammt aus dem Kongo, seit 2012 ist er Pfarrer im oberbayerischen Zorneding. Ein CSU-Politiker soll ihn nun öffentlich einen "Neger" geschimpft haben.

Pfarrer Olivier Ndjimbi-Tshiende traute am Freitag seinen Augen kaum, als er in der Ebersberger Zeitung las, wie ihn jemand als "Neger" beschimpfte. Ndjimbi-Tshiende ist 66 Jahre alt und stammt aus dem Kongo. 2007 wurde er zum Professor ernannt, seit 2012 ist er Pfarrer im oberbayerischen Zorneding. Und dieser "Jemand" ist nicht irgendwer. Sondern Johann Haindl – stellvertretender CSU-Ortsvorsitzender, Mitglied des Gemeinderats sowie der Pfarrgemeinde St. Martin, Ndjimbi-Tshiendes Gemeinde.

Haindl soll in einem Telefongespräch mit der Ebersberger Zeitung über Ndjimbi-Tshiende gesagt haben: "Der muss aufpassen, dass ihm der Brem nicht mit dem nackerten Arsch ins Gesicht springt, unserem Neger." Brem, das ist der Altpfarrer, dem Haindl damit eine Abneigung gegen Ndjimbi-Tshiende unterstellte – was beide Priester von sich weisen. Der Ärger Haindls beruht offensichtlich darauf, dass Ndjimbi-Tshiende Formulierungen von dessen Parteifreundin, der Zornedinger CSU-Ortsvorsitzenden, im Parteiorgan ZornedingReport kritisiert hatte. Die CSU-Politikerin hatte unter anderem Asylbewerber aus Eritrea pauschal als Militärdienstflüchtlinge bezeichnet. Während sich die CSU Zorneding hinter ihre Ortsvorsitzende stellte, forderte der Pfarrgemeinderat die CSU am Donnerstag auf, auf die Abbildung der Kirchtürme von Zorneding und Pöring im Titellogo des ZornedingReport zu verzichten.

Pfarrer Olivier Ndjimbi-Tshiende
Foto: Pfarrgemeinde St. Martin

Ndjimbi-Tshiende sagte im Gespräch mit unserer Redaktion: "Bisher hatte ich den Eindruck, dass Herr Haindl und ich uns verstehen. Ich erwarte jetzt von ihm eine öffentliche Entschuldigung." Zudem wolle er sich von der Rechtsabteilung des Erzbischöflichen Ordinariats München beraten lassen. Bernhard Kellner, Sprecher des Erzbistums München und Freising, verurteilte am Freitag "aufs Schärfste" Haindls Äußerung – wenn sie so gefallen sei – als eine "rassistische Entgleisung". Haindl selbst war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Der Katholischen Nachrichten-Agentur sagte er, das Zitat sei so nicht korrekt wiedergegeben. Er habe eine „flapsige Bemerkung“ gemacht, die ihm leid tue. Die genaue Wortwahl wisse er nicht mehr. Jedenfalls sei es nicht so gemeint gewesen, wie es in der Zeitung stehe. Nun wolle er das Gespräch mit dem Pfarrer suchen. Bei der Ebersberger Zeitung blieb man am Freitag dabei: Das Zitat Haindls sei genau so gefallen.

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Die Diskussion ist geschlossen.

31.10.2015

Ich verstehe nicht, was an dem Wort Neger rassistisch ist, oder warum es ein Schimpfwort sein soll. Wo ich den größten Teil des Jahres wohne ist Negro oder Negra eher ein Kosewort und hat mit Rassismus nicht das geringste zu tun. Ob ich jemanden als Neger oder Schwarzer bezeichne ist doch das selbe.

31.10.2015

Im Gegensatz zu den USA haben wir nicht nur keine Geschichte der Sklaverei, sondern das Deutsche Reich veranstaltete seit 1898 eine eigene Lotterie, um den Kampf gegen die Sklaverei in Afrika zu finanzieren.
http://www.golf-dornseif.de/uploads/DOA_und_Koblenzer_AntiSklavereiLotterie.pdf
Der (schwarze) ehemalige Sicherheitsberater des amerikanischen Präsidenten, Colin Powell, schrieb im US Army Magazin "Stars and Stripes", die deutsche Bevölkerung sei so freundlich und ohne jeden Rassismus mit schwarzen Besatzungssoldaten umgegangen, daß viele ihre Dienstzeit nur unter der Bedingung verlängerten, weiterhin in Deutschland dienen zu dürfen. Durch diesen krassen Unterschied zur Behandlung zuhause merkten die amerikanischen Schwarzen zum ersten Mal, das irgendetwas damit nicht stimmt, wie sie in den USA behandelt werden und starteten die Bürgerrechtsbewegung. Ohne die Deutschen würde es folglich heute keinen schwarzen amerikanischen Präsidenten geben. Vor diesem Hntergrund ist es mir unerfindlich, warum wir die amerikanische Marotte, "Neger" als Schimpfwort zu empfinden, übernehmen sollen. Für die schwarzen Flecken auf ihrer Weste sind die Amerikaner selbst verantwortlich, nicht wir.
http://www.stripes.com/military-life/attitudes-lifestyle-in-wwii-germany-helped-to-end-segregation-in-states-1.129504