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Seehofer-Erbe
26.05.2015

Kommentar: Jetzt wird um die Wette gesödert

Königliche Macht: Markus Söder (links) und die Löwenfiguren. 
Foto: StMFLH, dpa

Nur mal angenommen, der Seehofer macht Ernst und hört 2018 tatsächlich auf. Wer, liebes Spieglein an der CSU-Wand, ist dann der schönste Nachfolger im Land?

Ja bitte, das muss jetzt geregelt werden. Erstens ist Schönheit vergänglich, zweitens: Wer weiß, ob Seehofer nicht doch noch . . .

Was heißt hier: Auf das Äußere kommt’s nicht an? Wofür ist dann das Foto-Fernduell gut, das sich die beiden Favoriten um das Erbe des Alten liefern? Der Duden soll schon ein Plätzchen freigeräumt haben zwischen Sode und Sodom, für: Södern, das; ‹bayr.› (das sich effektvoll für Fotografen in Szene setzen zum Zwecke des Aufstiegs in höchste politische Ämter).

Der Pate für diese Vokabel hat nun wieder vorgelegt. Markus Söder inmitten von 2000 Löwenfiguren im Kaiserhof der Münchner Residenz. Der Löwe als Symbol königlicher Macht, die Residenz als ehemaliger Königssitz: Es ist alles gesagt. Zuvor: Söder in einer venezianischen Gondel auf dem Nymphenburger Kanal, in Peking, bei „Dahoam is dahoam“, als Verwandlungskünstler beim Fasching.

Am Ende sagt Seehofer: Ich mach’ weiter.

Die Performance der Kontrahentin (eine Auswahl): Ilse Aigner inmitten einer Schafherde (sicherlich nicht als „schwarzes Schaf“), nebst Schauspieler Heiner Lauterbach, auf dem Windrad (oben ist immer gut), mit Sänger Werner Schmidbauer in dessen TV-Reihe „Gipfeltreffen“ (Gipfel ist noch besser).

Wie geht es weiter? Söder in der Raumkapsel? Botschaft: Ich bin außerirdisch gut. Achtung: Nicht als „Schießt mich auf den Mond“ missverstehen. Oder: Aigner auf dem Spargelfeld? Botschaft: Ich bin mir für nichts zu schade. Achtung: Nicht als „Ich bin nur eine Politikerin fürs Frühjahr“ missverstehen. Am Ende sagt der Seehofer: Habt’s mich gern. Ich mach’ weiter. Schade wär’s um die Fotos.

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