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Ostallgäu

02.07.2014

Urlauberin entdeckt versteckte Kamera in Hotelbad

Diese Kameralinse war in einem Hotel gegenüber einer Dusche installiert.
Bild: Polizei

In einem Hotel im Ostallgäu entdeckte eine Urlauberin eine versteckte Kamera, die auf die Dusche gerichtet war. Danach schloss sie sich im Zimmer ein und rief die Polizei.

Eine versteckte Kamera, die auf die Dusche gerichtet war, hat eine Urlauberin in einem Hotel im südlichen Ostallgäu gefunden. Die Frau aus Oldenburg hatte im Ostallgäu einen Gleitschirmkurs besucht und sich nach eigenen Angaben für drei Wochen in der preisgünstigen Unterkunft eingemietet. „Die meisten Zimmer dort haben kein eigenes Bad, sondern Etagenbäder“, berichtet sie. An ihrem vorletzten Urlaubstag entdeckte sie durch Zufall, wie sie sagt, in einem Schränkchen die kleine Kameralinse, die auf die Dusche gerichtet war.

Urlauberin: Wirt tapste nachts durch die Gänge

„Ich habe mich danach in meinem Zimmer eingeschlossen und die Polizei alarmiert“, sagt die Urlauberin. Sie habe sich ohnehin bereits unwohl in der Unterkunft gefühlt, weil der Wirt nachts durch die Gänge getapst und sie am Ende der einzige Gast gewesen sei. „Ich hatte Angst, dass die Situation irgendwie eskaliert, weil ich ja nicht wusste, ob er wusste, dass ich die Kamera entdeckt hatte.“

Polizei durchsuchte Haus

Edmund Martin, Chef der Füssener Polizei, bestätigt den Vorwurf der Touristin: „Wir haben eine Kamera und ein Aufzeichnungsgerät in dem Hotel gefunden.“ Die Beamten hätten daraufhin das Haus durchsucht und alle möglichen Beweismittel sichergestellt. Derzeit läuft die Auswertung des Aufzeichnungsgeräts. Anschließend geht der Fall an die Staatsanwaltschaft. Diese entscheidet dann, ob er strafrechtlich relevant ist und weiterverfolgt wird. Tatverdächtig ist im Moment der Inhaber des Hotels.

Strafantrag gestellt

Die Urlauberin ist nach dem Vorfall sofort abgereist. „Es war schade um die letzten Urlaubstage, zumal ich ja auch den Kurs gebucht hatte“, sagt sie. In dem Hotel aber habe sie keine Nacht länger bleiben wollen. An der Unterkunft kritisiert sie außerdem, dass sich der Wirt als Saubermann ausgebe. „Mit Straßenschuhen darf man das Hotel nicht betreten, die Brötchen sind abgezählt und man darf keine Bekannten mit aufs Zimmer nehmen“, berichtet die Frau. Gegen den Hotelinhaber stellte sie Strafantrag.

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