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Geltendorf
31.07.2022

Königliches Finale beim Kaltenberger Ritterturnier

Gauklerkönig Ruven Nagel mit Andrea Kümpfbeck und Luitpold Prinz von Bayern.
Foto: Marcus Merk

Zum Abschluss des traditionellen Kaltenberger Ritterturniers wird der neue Gauklerkönig gekürt und ein langjähriger Bösewicht herzlich verabschiedet.

Nach zwei Jahren Corona-Pause fand auf Schloss Kaltenberg wieder das beliebte Ritterturnier statt. An drei Wochenenden tobte in der Arena der Kampf Gut gegen Böse, das ganze Gelände verwandelte sich in ein mittelalterliches Dorf. Am letzten Festtag kürte die Augsburger Allgemeine einen neuen Gauklerkönig.

Insgesamt zehn Einzelkünstler oder Gruppen waren in einem Online-Voting zur Wahl gestanden. Der Kristallmagier Ruven Nagel (38,2 Prozent) aus Augsburg setzte sich am Ende mit deutlichem Vorsprung vor dem Duo Confilius durch (16,2 Prozent) und holte seinen insgesamt dritten Titel. Vor der finalen Rittershow zog er in die stimmungsvolle und ausverkaufte Arena und ließ seine scheinbar schwerelosen Glaskugeln über Hände und Arme wandern. Von Andrea Kümpfbeck, der kommissarischen Chefredakteurin unserer Zeitung, und Hausherr Luitpold Prinz von Bayern erhielt er den Gauklerstab. Der Wittelsbacher rief das Ritterturnier 1980 ins Leben und hob hervor, wie wichtig es sei, dass die Veranstaltung nach den schweren Corona-Jahren wieder möglich sei.

"Grandiose" Festtage nach Startschwierigkeiten

Ritterturnier-Sprecher Markus Wiegand sprach von „grandiosen“ Festtagen in diesem Jahr. Besonders freue er sich, dass die Marke von 100.000 Besucherinnen und Besuchern geknackt worden sei. „Das Gefühl, das Event wieder so zu erleben, wie man es vor der Pandemie kannte, ist eigentlich schon das Highlight.“ Laut Wiegand war zu spüren, dass die Menschen wegen Corona ein solches Großevent nicht mehr als selbstverständlich erachteten. Nach den Shows hätten sich viele Zeit genommen, um das Ambiente auf dem Gelände aufzusaugen.

Am letzten Tag des Kaltenberger Ritterturniers war die Arena ausverkauft.
Foto: Marcus Merk

Nach der Gauklernacht zum Auftakt hatte es noch Kritik an der Organisation des Mittelalterfests gegeben. Von zu langen Wartezeiten an den Ständen war etwa die Rede. Auch Wiegand räumte ein, dass der Start „etwas holprig“ verlaufen sei – in der Pandemie seien einige Prozesse umgestellt worden. „Am ersten Wochenende haben wir viel gelernt und dann einige logistische Probleme gelöst“, erklärte Wiegand. Danach sei „alles wie am Schnürchen“ gelaufen.

Ein verdienter Darsteller schlüpft zum letzten Mal in die Rolle des Bösewichts

Auch mit der Ritterturnier-Show, dem Herzstück der Veranstaltung, sei man glücklich. Man habe gemerkt, dass sich das Team lange habe vorbereiten können: „Die Show war kurzweilig, spannend und bis ins letzte Detail durchgeplant.“

Nach 17 Jahren schlüpfte Frédéric Laforêt, 56, am Sonntag unter den Augen des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder ein letztes Mal in die Rolle des Bösewichts, den er seit 2005 mimte. Er wurde herzlich verabschiedet und soll künftig dem Regieteam angehören.

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