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Ratgeber Druckerkauf

21.11.2018

Von 40 bis 400 Euro: Welchen Drucker Sie kaufen sollten

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Was soll er können? Und was darf er kosten? Die großen Fragen beim Kauf eines Druckers.
Bild: Kai Remmers, dpa

Drucker gibt es schon für unter 40 Euro, andere kosten 400. Entsprechend groß sind die Unterschiede. Was Nutzer in welcher Preisklasse erwarten dürfen.

Seit Beginn des Computer-Zeitalters träumt der Mensch vom „papierlosen Büro“ - und produziert doch letztlich immer mehr Papier. Ob Protokolle, Briefe an Behörden oder Schularbeiten: Ohne Ausdruck ist manche Tätigkeit am PC vergebens. „Was man schwarz auf weiß besitzt, kann man getrost nach Hause tragen“, sagt nicht umsonst schon ein Schüler in Goethes „Faust“.

Heute übernehmen Drucker die Aufgabe von Stift oder Schreibmaschine. Das tun sie wahlweise nur schwarz auf weiß oder auch in Farbe. Auch gibt es Kombinationen mit den Funktionen eines Scanners, Fotokopierers oder auch Fax-Gerätes. Die ganze Angebotspalette zeigt sich gut in einer nach Preisen gestaffelten Auflistung. Damit sollte Nutzer den richtigen Drucker finden.

Preisklasse bis 40 Euro

Kaum zu glauben, aber wahr: Bereits für unter 40 Euro gibt es fabrikneue Drucker! Und die können sogar in Farbe drucken. Und hier zeigt sich besonders deutlich, dass die Anschaffungskosten bei Druckern generell nur die halbe Wahrheit sind. Denn es gilt, die Folgekosten im Auge zu behalten.

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Zum Lieferumfang eines Druckers gehören zwar grundsätzlich die notwendigen Tinten- oder Toner-Patronen. Sie sind aber nur für recht wenige Ausdrucke ausreichend. Wer dauerhaft mit dem Drucker arbeiten will, benötigt mehr Tinte oder Toner – und die lassen sich insbesondere die Markenhersteller sehr teuer bezahlen. Wer viel druckt, merkt so schon nach wenigen Monaten, dass der günstige Preis des Druckers nur einen Bruchteil der Druckkosten ausmachte. Das gilt umso mehr, wenn neben Schwarz auch die anderen Farben auszutauschen sind.

Das trifft beispielsweise auch beim „Pixma TS205“ von Canon zu. Der kompakte Tintenstrahldrucker ist für den privaten Einsatz konzipiert, druckt neben Dokumenten auch Fotos aus und arbeitet mit zwei Tintenbehältern. Wer schwarze und farbige Tinte nachkauft, muss bereits über 40 Euro auf den Tisch legen, während der Drucker selbst nur 39 Euro kostet.

Preisklasse bis 80 Euro

Eine Alternative zum Tintenstrahl- ist der Laserdrucker. Ein damit erstelltes Schreiben wirkt zweifellos professioneller. Hinzu kommt: Eine wenig genutzte Tintenpatrone kann eintrocknen. Der Toner im Laserdrucker ist dagegen auch nach Monaten problemlos zu verwenden. Die Kosten pro Ausdruck sind zudem bei der Lasertechnik geringer. Das liegt nicht nur am Toner, der umgerechnet pro Blatt günstiger ist. Auch das Papier selbst spielt eine Rolle. Selbst preiswertestes Papier ist im Regelfall für den Einsatz in Laserdruckern geeignet. Beim Tintendruck zeigen sich damit jedoch unsaubere Schriftbilder, da die Tinte zu sehr aufgesaugt wird. So lohnt sich die Mehrausgabe für einen Laserdrucker in vielen Fällen. Zumal mit Modellen wie dem „Xpress M2026W“ von Samsung Geräte für unter 80 Euro im Handel sind. Einen Farbausdruck kann man hier noch nicht erwarten. Ansonsten gibt es schon eine hohe Auflösung von bis zu 1200 Punkten pro Inch (dpi) und eine Verarbeitung von bis zu 20 Seiten pro Minute.

Preisklasse bis 120 Euro

Es gibt Drucker, die können mehr als nur zu drucken. Diese so genannten Multifunktionsgeräte sind zusätzlich in der Lage zu scannen und somit auch Kopien anzufertigen. Teilweise ist sogar eine Fax-Funktion integriert, so dass eine Übertragung von Dokumenten über das Telefonnetz möglich ist.

Grundsätzlich sind Multifunktionsgeräte eine sinnvolle Investition. Denn sie sind kaum größer als herkömmliche Drucker, bieten aber die genannten zusätzlichen Einsatzmöglichkeiten. So lassen sich beispielsweise Formulare in Sekundenschnelle erfassen und in ein PC-taugliches Format umwandeln.

Gegen ein Multifunktionsgerät sprechen die etwas höheren Anschaffungskosten und teilweise auch der höhere Stromverbrauch. Denn insbesondere bei einer integrierten Fax-Funktion sind die Geräte dauerhaft einsatzbereit. Sie verfügen zwar über einen Stromspar-Modus, sind aber nie völlig ausgeschaltet.

Ein typisches Beispiel ist der „Laserjet Pro M28a“, den Hewlett-Packard in diesem Jahr auf den Markt gebracht hat. Er druckt bis zu 20 Seiten pro Minute in einer Auflösung von bis zu 600 dpi. Hier fehlt zwar die Fax-Funktion, auf die können insbesondere private Anwender heute aber fast ausnahmslos verzichten. Denn: Geht es darum, beispielsweise ein mit Hand ausgefülltes Formular zu übermitteln, so lässt sich dieses alternativ auch einscannen und per E-Mail übermitteln.

Preisklasse bis 160 Euro

Wer noch etwas mehr Geld ausgibt, bekommt für unter 160 Euro bereits einen Farb-Laserdrucker. Er ermöglicht beispielsweise den farbigen Ausdruck von Fotos, Informationsblättern oder Werbedrucken.

Allerdings ist das neben dem etwas höheren Anschaffungspreis mit zwei Nachteilen verbunden: Einem deutlich größeren Drucker und wesentlich höheren Folgekosten. Denn in einem Farb-Laserdrucker kommen normalerweise vier Toner-Kartusche zum Einsatz, die es jeweils nachzukaufen gilt. Das macht einen Farblaser vergleichsweise groß und schwer. Und bei Preisen von 50 Euro oder mehr für eine Toner-Kartusche ist auch hier der Anschaffungspreis bei einer regelmäßigen Nutzung zu vernachlässigen – er wird schon bald von den Betriebskosten übertroffen..

Mit dem „SP C250DN“ hat Ricoh einen durchaus typischen Farb-Laserdrucker im Angebot, der immerhin fast 24 Kilogramm wiegt und mit einer Bauhöhe von 32 Zentimetern auch viel Platz für sich beansprucht. Er kann Daten über USB oder Wireless-LAN empfangen und verarbeiten.

Preisklasse über 200 Euro

Wer einen besonders vielseitig einsetzbaren Drucker sucht, ist mit einem Multifunktionsgerät mit Farb-Lasertechnologie bestens beraten. Hier gibt es faktisch keine Einschränkungen. Dokumente lassen sich ebenso drucken wie Fotos – und das bei den meisten Geräten mit hoher Auflösung und in hoher Geschwindigkeit. Scannen, Kopieren und häufig auch Faxen rundet die Funktionsvielfalt ab.

Das aber hat gleich in mehrfacher Hinsicht seinen Preis. Solche Geräte sind nämlich noch einmal ein Stück größer und schwerer als ein Farb-Laserdrucker ohne die genannten Zusatzfunktionen. Hinzu kommen Folgekosten für die die Toner-Kartuschen und den Strom. Und nicht zuletzt liegt der Anschaffungspreis eines solches Gerätes oft bei deutlich über 200 Euro. Das gilt beispielsweise für den „MFC-9332CDW“ von Brother, der knapp 400 Euro kostet. Das 23 Kilogramm schwere Gerät misst 41 mal 48 mal 41 Zentimeter, kann Druckdaten über Wireless-LAN, LAN und USB empfangen sowie mit einer Auflösung von bis zu 2400 dpi drucken.

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