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Kosten

19.02.2015

Ausgaben für Jugendhilfe steigen

Viel Geld fließt in die Kindertagesbetreuung

Bilden, Erziehen, Betreuen, fördern – das alles kostet Geld: Mehr als fünf Milliarden Euro investierten der Bund, das Land und die Kommunen im Jahr 2013 bayernweit in die Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe, fast 600 Millionen mehr als im Vorjahr. Im Kreis Dillingen wurden in der Summe rund 27,9 Millionen Euro ausgegeben, 6,4 Millionen Euro mehr als ein Jahr zuvor. Das meiste Geld floss dabei in die Kindertagesbetreuung (21,9 Millionen Euro), gefolgt von den Hilfen zur Erziehung (3,6 Millionen).

Einen neuen Höchststand bei den Kinder- und Jugendhilfekosten meldet das Landesamt für Statistik: mit rund fünf Milliarden Euro fielen die Ausgaben für diese Sozialleistung 2013 landesweit rund 13 Prozent höher aus als im Vorjahr (4,4 Milliarden Euro). Allein 3,6 Milliarden Euro, also fast drei Viertel der Gelder flossen in die Kindertagesbetreuung, diese Ausgaben nahmen damit bayernweit um 16 Prozent zu (2012: 3,1 Milliarden Euro). Der zweite große Kostenfaktor sind die Hilfen für Kinder in schwierigen Lebenslagen.

Rund 21,9 Millionen Euro (Vorjahr: 15,6 Millionen Euro) wurden im Kreis Dillingen in die Kinderbetreuung investiert, oder anders gesagt rund 79 Prozent der gesamten hiesigen Jugendhilfe-Ausgaben. Allein auf die Tagesstätten, also auf die Kindergärten, Krippen und Horte, entfielen rund 21,6 Millionen Euro, weitere 322934 Euro kamen der Kindertagespflege zugute. Im direkten Vergleich kletterten die Ausgaben für die Tageseinrichtungen gegenüber dem Vorjahr um 6,2 Millionen Euro, für die Tagesmütter stiegen sie um 54028 Euro. Für sämtliche Hilfen zur Erziehung, für Eingliederungshilfen seelisch behinderter Kinder sowie für Inobhutnahmen wurden im Kreis 3,6 Millionen Euro aufgewendet, rund 4,3 Prozent mehr Gelder als im Vorjahr. Für die klassische Jugendarbeit wurden rund 895958 Euro ausgegeben (Vorjahr: 861053 Euro). In die Jugendsozialarbeit flossen 216723 Euro (Vorjahr: 203240 Euro, in den erzieherischen Kinder- und Jugendschutz, also in präventive und pädagogische Maßnahmen, weitere 326443 Euro (430032 Euro). Rund 631104 Euro (593619 Euro) wurden für Aufgaben wie die Adoptionsvermittlung und Amtspflegschaften sowie für die Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstellen ausgegeben. Und 288841 Euro (267181 Euro) kamen an Personalausgaben in der Jugendhilfeverwaltung zusammen. (zds)

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