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Flut

10.06.2013

Das Wasser schoss den Berg hinunter

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Die Feuerwehr pumpte Wasser aus Kellern in Oberglauheim.
Bild: Reinbold

Starke Regenfälle sorgen im Landkreis für Überschwemmungen. Straßen gesperrt

Von Stefan Reinbold

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Landkreis Solche Wassermassen hat Christian Gutmair, zweiter Kommandant der Schwennenbacher Feuerwehr noch nie gesehen. Nach den sturzbachartigen Regenfällen in der Nacht schoss das Wasser binnen kürzester Zeit vom Berg ins Dorf und schwemmte große Mengen Kies mit ins Tal. Zahlreiche Keller am Hang wurden überflutet. „Es ging alles so schnell“, sagt auch Kommandant Christian Beck. Binnen weniger Stunden seien rund 50 Liter Regen pro Quadratmeter niedergegangen. Die Schächte konnten die Wassermenge nicht so schnell aufnehmen und quollen über. Die Männer, die am Montagmittag nach und nach ins Feuerwehrhaus in Schwennenbach eintreffen, sind zum Teil seit vier Uhr morgens im Einsatz. Inzwischen hat sich die Lage in dem Dorf beruhigt.

Nebelbach als braune Flut ins Dorf geschwappt

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Ganz anders sieht es dagegen im Nachbarort Oberglauheim aus. Der Nebelbach ist dort über die Ufer getreten und als braune Flut ins Dorf hineingeschwappt. Feuerwehrleute und Mitarbeiter des Höchstädter Bauhofs verteilen Sandsäcke und pumpen Wasser aus den Kellern. Auch hier ist die Flut ganz schnell gekommen. „In der Früh um sieben war noch nichts zu sehen“, sagt Anwohner Hubert Dittenhauser. Um acht standen die Feuerwehrleute bereits mit den Gummistiefeln im Wasser. Die Kreisstraße nach Schwennenbach ist überflutet und für den Verkehr gesperrt. An den tiefsten Stellen stehe man hüfthoch im Wasser, berichtet Gerhard Gumpp, Kommandant der Oberglauheimer Feuerwehr, bei rund zehn Häusern sei das Wasser in den Keller gelaufen. Das Problem liege darin, dass die Felder den Niederschlag nicht mehr aufnehmen könnten. Ein Starkregen, wie in der vergangenen Nacht, bringe die Flüsse dann schnell zum Überlaufen, so Gumpp.

Auch südlich der Feldbachmühle bei Glött stehen die Wassermassen, weshalb die Kreisstraße DLG 8 zwischen der Staatsstraße 2028 und Glött gesperrt wurde. Am Nachmittag ging dann auch auf der Staatsstraße selbst zwischen Aislingen und Weisingen nichts mehr. Die Ortsverbindungsstraße zwischen Steinheim und Fristingen bleibt wegen des Hochwassers voraussichtlich noch bis Dienstagnachmittag gesperrt. An der Kessel wurden Straßen teilweise bis zu 35 Zentimeter hoch mit Schlamm überspült und mussten gesperrt werden, wie Bürgermeister Michael Holzinger berichtet.

Insgesamt waren am Montag 25 Feuerwehren im Einsatz. Und die Einsatzkräfte sind vielleicht weiter gefordert: Die Stadtfeuerwehren entlang der Donau wurden nach Auskunft des Landratsamts in Alarmbereitschaft versetzt. Denn für Dienstagfrüh um 7 Uhr wird eine Scheitelwelle erwartet. Dann könnte auch der Riedstrom wieder anspringen.

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