Newsticker

Corona in Deutschland: Gesundheitsämter melden 7595 Neuinfektionen
  1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. Er gibt den Puppen eine Stimme

Gundelfingen

20.05.2015

Er gibt den Puppen eine Stimme

Bauchredner Andreas Maier hat neben dem grüngefiederten Raben Corax viele weitere Puppen, denen er eine Stimme verleiht. Am heutigen Donnerstag spielt er im Gundelfinger Haus der Senioren.
Bild: Gaugenrieder

Bauchredner Andreas Maier tritt am Donnerstag in Gundelfingen auf. Er verrät, welches Wort besonders schwer ist.

Etwa bei seinen Auftritten auf Geburtstagen. Oder im Seniorenheim. Seit dem Zivildienst arbeitet der 37-jährige gebürtige Giengener im Haus der Senioren in Gundelfingen. Durch seine Arbeit kam er überhaupt erst auf die Idee mit dem Bauchreden. Er wollte ein bisschen Abwechslung in das Leben der Senioren bringen. Jonglieren und Luftballontiere modellierten konnte er schon. Eine Clownsschule war zu teuer. Da stieß er auf Bauchrednerschule von Patrick Martin in Eselsburg. Seine Frau schenkte Andreas Martin dann den ersten Kurs. „Da werden einem die Grundtechniken gezeigt.“ Bis zum perfekten Bauchredner ist es von da an aber noch ein weiter weg. „Am besten sollte man jeden Tag eine Stunde üben“, sagt der 37-Jährige. Eine Schlüsselrolle spielen dabei die Buchstaben B, F, M, P, V und W. „Bei denen bewegt man normalerweise die Lippen. Und da muss man lernen sie anders zu sprechen.“ Ein besonders schwieriges Wort ist deshalb zum Beispiel Mama.

Doch mit der richtigen Technik ist es noch lange nicht getan. Zur Bauchrednerei, sagt Andreas Maier, gehört noch einiges mehr. Schließlich muss er sich zu jeder Puppe einen Charakter überlegen und ihr eine unverwechselbare Stimme geben. Zu guter Letzt muss Maier sich dann ein passendes Programm für die Puppe überlegen. Dabei setzt er nicht nur auf lustige Elemente. Theo Freibier erzählt gerne von früher und Herr Kaiser spricht auch immer wieder mal über den Tod. Gerne auch unter Verwendung von alten Sprichwörtern. Bewusst hat Maier die eingefügt. Schließlich sind Senioren oft seine Zuhörer. Und alte Sprichwörter sind in vielen Fällen noch präsent, wenn das Gedächtnis langsam Lücken bekommt.

Einmal im Jahr spielt er in der Regel im Seniorenheim in Gundelfingen. Immer wieder sprechen ihn die Bewohner darauf an, wann es wieder soweit ist.

Am heutigen Donnerstag nun hat das Warten für sie ein Ende. Mit seiner Puppet-Show zeigt Maier sein Können in der Cafeteria des Hauses der Senioren. Los geht es um 19 Uhr. Natürlich, sagt Andreas Maier, ist er vor diesem Auftritt aufgeregt. Auf der anderen Seite fällt es ihm leichter vor vielen Menschen zu sprechen, als zu Hause vor seiner Frau. „Das kann ich irgendwie nicht.“ Auf die ganz großen Bühnen, dorthin wo Branchenprimus Sascha Grammel steht, zieht es den Gundelfinger nicht. Aber eine Seniorenheimtour, das könnte er sich durchaus vorstellen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren