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02.07.2010

Gemeinde will Chance nutzen

Bachhagel Für den Großteil der Gemeinderäte ist die Sache sonnenklar: Die Chance für eine Umgehung darf man sich jetzt nicht entgehen lassen. Denn so günstig werde die Entlastungsstraße für Bachhagel nie wieder. Beim Bürgerentscheid am Sonntag, so formulierte es kürzlich der Landtagsabgeordnete Georg Winter, gehe es im Grunde genommen um die Frage: "Darf der Freistaat Bayern weitere Millionen an die Gemeinde Bachhagel überweisen oder nicht?"

Bei einer zugesagten Förderung von 85 Prozent müsste die Gemeinde nach derzeitigem Stand nur einen Anteil von 1,06 Millionen der Gesamtkosten von knapp 7,1 Millionen Euro tragen. Und davon sind bereits 390 000 Euro finanziert. Der Restbetrag soll bis 2014 finanziert sein. Die Umgehung allein, so der Gemeinderat, sei ohne Neuverschuldung zu stemmen - wenn in diesen Jahren keine anderen Investitionen anfallen würden.

Viele Fliegen mit einer Klappe

Mit der Entlastungsstraße für Burghagel wollen die Räte viele Fliegen mit einer Klappe schlagen. Zum einen verspricht sich die Gemeinde davon eine Verkehrsentlastung für Burghagel und Oberbechingen. Zum anderen glauben die Räte, dass sich durch die neue Straße die Verkehrssicherheit, gerade auch für schwächere Verkehrsteilnehmer, erhöht. Besonders durch den höhenfreien Anschluss, die Kreisel und die Radwege. Als Nebeneffekt soll zudem das Feldwegenetz verbessert werden. Ebenso wie die Radwegverbindungen. Daneben ist die Gemeinde davon überzeugt, dass sich durch den Bau der Entlastungsstraße mit Blick auf die anstehende Dorferneuerung in Bachhagel größere Möglichkeiten auftun, dass der Gewerbestandort von der Verkehrsberuhigung und den besseren Anschlüssen profitieren wird, während gleichzeitig die Attraktivität des Wohnortes steigt. Die "kleine Lösung", wie von der Bürgerinitiative vorgeschlagen, verspricht aus Sicht der Gemeinde keine Verbesserung der Lärm- und Verkehrsbelastung.

Zudem sei eine Radwegverbindung nach Ballmertshofen nicht vorgesehen. Einer der größten Knackpunkte ist aber die Finanzierung. Denn immer noch ist unklar, ob es für die "kleine Lösung" überhaupt eine Förderung geben könnte und wenn ja, in welcher Höhe. Einem Eigenanteil von 1,06 Millionen für die große Lösung könnten so Kosten von 2,8 Millionen für die kleine Lösung gegenüberstehen, so die Gemeinde. (gau)

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