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Allergie

13.05.2013

Hatschi! Tipps gegen Heuschnupfen

Heuschnupfen
Bild: Kzenon, Fotolia.com

Allergiker leiden derzeit enorm. Experten geben Tipps zur Linderung der Symptome von Heuschnupfen.

Die Nase läuft, die Augen jucken, der Hals kratzt – der Mai ist für viele Allergiker alles andere als ein Wonnemonat. Birke, Esche, Ulme, aber auch Gräser, Spitzwegerich und Sauerampfer stehen jetzt in voller Blüte. Kaum verwunderlich also, dass in der Dillinger Naturheilpraxis von Ernst Albert dieser Tage viel los ist. „Heuschnupfen ist mit natürlichen Methoden sehr gut zu behandeln“, sagt Albert.

Die Patienten bekommen bei ihm eine Infusion oder eine Spritze mit einem Gemisch aus hoch dosiertem Vitamin C, verschiedenen Aminosäuren und homöopathischen Mitteln, die sich nach der Symptomatik richten. Bei tränenden Augen und triefender Nase helfe etwa Allium Cepa, die Küchenzwiebel. „Innerhalb weniger Stunden nach der Behandlung stellt sich dann in den meisten Fällen eine Besserung ein“, sagt Albert.

Zudem gibt es einige Kniffe, die ein bisschen zur Linderung der Symptome beitragen: Darauf achten, die draußen getragene Kleidung nicht im Schlafzimmer aufzubewahren, die Fenster in der Wohnung geschlossen halten und am Abend vor dem Schlafengehen duschen und Haare waschen, um die Pollen abzuspülen – Tipps, die laut Ruth Wolf, Apothekerin in der Oberen Stadt Apotheke in Dillingen vielen Allergikern helfen können. „Daneben gibt es natürlich viele Produkte, die ebenfalls zu einer Linderung führen. Sprays, Tropfen oder Tabletten, je nachdem, welche Symptome der Patient hat“, sagt Wolf. Diese sollten dann über einen längeren Zeitraum eingenommen werden.

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Bei Etagenwechsel einen Arzt aufsuchen

Sollten tränende Augen und juckende Nase aber durch die Medikamente aus der Apotheke nicht erträglicher werden oder sollten sich die Beschwerden auf die Bronchien verlagern, rät Apothekerin Wolf, einen Arzt aufzusuchen. Denn sonst erhöhe sich das Risiko, an Asthma zu erkranken.

Dass eine Allergie und vor allem Symptome in den Bronchien eine erhöhte Gefahr für eine Asthmaerkrankung bergen, bestätigt auch Allgemeinmedizinerin Dr. Ursula Kigele aus Lauingen. Dieser sogenannte Etagenwechsel, also ein Wandern der Symptome von Nase und Augen in den Brustkorb, verlange oft auch stärkere Medikamente.

Generell empfiehlt sie jedem, der länger als eine Woche rumschnieft, den Arzt aufzusuchen. „Der Heuschnupfen ist mit einer Kombination aus Nasenspray, Augentropfen und Antihistaminika in Tablettenform, die man am Abend nehmen sollte, da sie müde machen können, relativ gut in den Griff zu bekommen“, sagt die Ärztin. Bei stärkeren Beschwerden könne zusätzlich ein Cortison-Nasenspray nötig sein. Wenn man zudem Tipps wie kurzes Stoßlüften am frühen Abend oder das Verwenden einer Nasendusche beherzige, könne der Frühling auch von Allergikern genossen werden.

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