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Historisches Fest

14.07.2011

Helfer zahlen drauf

Glött verlangt von den Vereinen Eintritt. Die Meinungen dazu sind geteilt

Glött Heute beginnt das Historische Fest in Glött. Für fünf Tage übernehmen in der 1100-Seelen-Gemeinde die Gaukler, Edelleute und Ritter das Sagen. Damit alles reibungslos abläuft, arbeiten die Gemeinde und die Vereine schon seit Monaten auf Hochdruck. Doch kurz vor dem Startschuss macht sich bei dem einen oder anderen der Unmut breit: Alle Helfer müssen für das Fest Eintritt bezahlen.

Bürgermeister Friedrich Käßmeyer sieht darin allerdings kein Problem: „Bei uns zahlt jeder seinen Eintritt, schließlich ist fast das ganze Dorf eingebunden.“ Rund 600 Helfer werden an den fünf Tagen für die Gemeinde auf den Beinen sein. Beim letzten Fest vor elf Jahren habe man das genauso gehandhabt. Schließlich seien es nur fünf Euro. Darum habe man den Vorschlag vom Festausschuss, in dem je zwei Vertreter der helfenden Vereine sitzen, übernommen.

Das sieht Hubert Stegbauer, 1. Vorsitzender des Glötter Fischereivereins, anders: „Eigentlich kam das schon von der Gemeinde. Es hat geheißen, es gebe keine Ausnahme.“ Der Festausschuss habe dann halt eingesehen, dass es nicht anders ginge. „Ganz glücklich sind aber die wenigsten damit.“ Zwar kann Stegbauer verstehen, dass es problematisch ist, in dieser Sache die richtige Abgrenzung zu finden – wer bekommt den freien Eintritt, wer nicht – doch er findet auch, dass es eine andere Lösung gegeben hätte. Seiner Meinung nach hätte man allen, die ständig im Einsatz sind, den Eintritt erlassen können und allen anderen die Plaketten nur stundenweise geben können. Bei den Fischern muss zumindest kein Helfer für den sogenannten Wegzoll aufkommen, den zahlt der Verein.

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Beim Schützenverein hingegen hält man sich ein wenig bedeckter. Der 1. Vorsitzende Walter Tausend sagt: „Man hat es so hingenommen. Wie beim letzten Mal.“ Auch er versteht die Lage der Gemeinde, aber er fände es „einen netten Zug“, wenn die Helfer freien Eintritt hätten. Seiner Meinung nach könnte das Problem mit Aufklebern gelöst werden, die alle Helfer bekommen. „Das wäre natürlich ein riesiger Mehraufwand für die Gemeinde.“ Ob der Verein die Kosten für die Helfer übernimmt, wird erst kurzfristig entschieden.

Beim Sportverein hingegen ist diese Frage schon geklärt: Jeder muss sich seine Plakette selbst beschaffen. Denn der Sportverein habe einfach zu viele Mitglieder, so der 1. Vorsitzende Florian Strehle. Doch er kann darin kein Problem erkennen: „Ich persönlich habe noch nichts Negatives gehört. Ich bin ein Vereinsmensch und sehe das Fest als Chance für die Vereine, Geld in die Kassen zu bekommen.“ Ansonsten zahle man, dann habe die Gemeinde ihren Frieden. Es werde allerdings überlegt, ob man helfenden Nicht-Mitgliedern das Geld erstattet. Und zum Abschluss gibt es noch ein Dankeschönfest für alle.

Auch für Andreas Braun vom Bauernverband ist die Regelung kein Grund, sich aufzuregen: „Das ist ja kein Rock-Festival, das 130 Euro kostet.“ Bei ihm habe sich bislang keiner beschwert.

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