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Gundelfingen

11.01.2019

Hell und modern: Das ist die neue Brenzhalle

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Innen wie außen ist die Brenzhalle in Gundelfingen kaum noch wiederzuerkennen. Das Bauwerk wurde in nicht einmal einem Jahr generalsaniert. Am Samstag findet dort mit dem Hofball der Glinken die erste Veranstaltung nach der Sanierung statt.
Bild: Andreas Schopf

Mit dem Hofball der Glinken steht am Samstag die erste Veranstaltung in der Gundelfinger Brenzhalle nach der Sanierung an. Das hat sich getan.

Die Bühne steht schon längst. Am Samstag feiern die Glinken dort ihren Hofball. In der Halle rundherum wird für die Besucher vieles neu sein. Der Faschingsball ist die erste Veranstaltung in der generalsanierten Brenzhalle in Gundelfingen. Dort liefen die Arbeiten seit dem Ende der letztjährigen Faschingssaison. Der Wunsch der Glinken ist in Erfüllung gegangen – die Halle wurde rechtzeitig zum diesjährigen Hofball fertig.

Gundelfingen: Das Innenleben der Brenzhalle ist nun hell

„Es war ein sehr intensives Projekt“, sagt Günter Urban, Leiter des Bauamtes der VG Gundelfingen. Zum Teil seien er und die Architekten mehrmals täglich zur Baustelle gefahren. Bis zu 100 Handwerker haben dort gleichzeitig gewerkelt, 35 Firmen waren beteiligt, dazu noch Subunternehmen. Es gab einiges zu tun. Zunächst kam der Abriss, bei dem nur noch das Stahlgerippe und die Tragkonstruktion aus Stahlbeton übrig geblieben sind. Schritt für Schritt wurde die Halle aus dem Jahr 1977 dann wieder aufgebaut und neu gestaltet. Zunächst waren Dach, Fassade und die Decken an der Reihe. Am auffälligsten ist aber das neue, helle Innenleben des Gebäudes. „Das liegt in erster Linie an der Holzoberfläche. Früher war da nur Beton“, sagt Urban. Auch die neuen Böden aus Linoleum (in der Halle) und Kautschuk (etwa im Foyer) fallen ins Auge. Eine Fußbodenheizung sorgt für Wärme von unten. Viel getan hat sich in den Umkleidekabinen. Sie wurden nicht nur modern ausgerüstet, sondern auch die angrenzenden Sanitärbereiche sind nicht mehr mit dem zu vergleichen, was vorher war.

Stolz ist der Abteilungsleiter zudem auf die neue Küche. „Früher war sie nur ein Drittel so groß, jetzt haben wir sogar Kühl- und Lagerräume.“ Die Küche konnte größer werden, da die Toiletten nach oben zu den Tribünen verlegt wurden und der Flur laut Urban nicht mehr so breit ist wie zuvor. Eine Neuerung ist auch das Akustiksystem. Zum einen wurden neue Lautsprecher angeschafft. Zum anderen lassen sich diese nun über Bluetooth bedienen. Heißt in der Praxis: In Sekundenschnelle lässt sich die Halle mit Musik vom Handy beschallen. Neu ist außerdem ein eigener Erste-Hilfe-Raum. Zuvor war eine Liege lediglich provisorisch im Regie-Raum untergebracht. Auch ein Behinderten-WC ist eingebaut worden. Vor dem Eingang muss niemand mehr im Regen stehen, es gibt ein Vordach.

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Nach Angaben der Stadt hat die Sanierung der Brenzhalle insgesamt rund 3,8 Millionen Euro gekostet. In diesem Betrag enthalten sind unter anderem auch neue Sportgeräte, etwa klappbare Handballtore. Laut Urban ist die Baumaßnahme weitestgehend reibungslos gelaufen. Einmal habe es Probleme mit dem Estrich in den Duschen gegeben, der teilweise wieder abgetragen werden musste. Und als von der Halle nur noch das Stahlgerippe stand, bemängelte Stadtrat Siegfried Wölz einen schlechten Zustand der Stützen. Daraufhin habe man alle Stützen begutachtet, berichtet Urban. „Nur bei zwei der rund 50 Stützen bestand Handlungsbedarf wegen Rost.“

Offizielle Einweihung ist im März geplant

Ebenfalls wichtig: Laut Stadt hat es während der Bauzeit keine Verletzten und keine Unfälle gegeben. Auch mit dem Schul- und Kindergartenbetrieb sei alles reibungslos verlaufen, nachdem viele Kinder jeden Tag an der Baustelle vorbeimussten. Auch künftig werden in der Halle bei Veranstaltungen bis zu 800 Menschen Platz haben. Genutzt wird sie dann in erster Linie von Sportvereinen, Schulen und im Fasching. Auch etwa Geburtstage und Hochzeiten sind möglich. „Wir hoffen, dass wir mit der modernen Halle landkreisweit Interessenten anlocken können“, sagt Urban. Eine offizielle Einweihung ist dann im März geplant. Nach dem Hofball soll der Trainingsbetrieb innerhalb der kommenden zwei Wochen aufgenommen werden. In dieser Zeit soll auch das letzte fehlende Detail noch fertig werden: der Boden auf der Tribüne.

„Dass die Brenzhalle in so einer Rekordzeit saniert wurde, ist eine Meisterleistung. Die Halle ist wirklich schön geworden und kann sich sehen lassen“, freut sich Bürgermeisterin Miriam Gruß. „Dafür danke ich allen Beteiligten recht herzlich, allen voran Stadtbaumeister Günter Urban und dem Architekten Thomas Schulz.“ (mit pm)

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