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Stadtrat

10.04.2019

Höchst aktiv für ein attraktives Höchstädt

Die neuen Pflanztröge am Marktplatz in Höchstädt sorgen dafür, dass der Innenbereich autofrei bleibt. Das freut auch die Höchstädter Familie Andreas Furchtner, Janine Wolf und Söhnchen Vincent.
Bild: Simone Bronnhuber

Sechs Arbeitskreise, ein hoch motivierter Stadtrat und viele Ideen: Die Donaustadt hat sich das Thema Innenstadt-Offensive auf die Fahnen geschrieben. Die reicht von Mädchenflohmarkt bis Unternehmerstammtisch

Ein hochwertiger Taschenflohmarkt, Shopping bei Nacht, die Wiederbelebung des Stadtfestes, ein Unternehmerstammtisch, neue Grünpflanzen am Marktplatz und eine Onlineplattform für leer stehende Gewerbeimmobilien. Es gibt noch viel mehr Ideen. Alle mit dem Ziel: Die Stadt Höchstädt so attraktiv wie möglich zu gestalten. Daran wird derzeit fieberhaft gearbeitet – und Bürgermeister Gerrit Maneth ist davon begeistert. „Ich war wirklich positiv überrascht, mit welchem Engagement ehrenamtlich gearbeitet wird. Die Ideen sprießen nur so, wenn man die richtigen Leute zusammenbringt“, sagt Maneth bei der Stadtratssitzung am Montagabend. Er berichtet von einem Treffen des Lenkungsausschusses zum Thema Innenstadt-Offensive. Die Hälfte der Mitglieder besteht aus Stadträten, die andere Hälfte von Vertretern der Wirtschaftsvereinigung. „Wir haben entschieden, dass es mehrere Arbeitskreise gibt, die jeweils einen Leiter haben und sich mit spezifischen Themen befassen“, erläutert Maneth weiter. Erste Überlegungen der einzelnen Arbeitsgruppen werden am Montag vorgestellt. Eines haben sie alle gemeinsam: Höchstädt soll ein Anziehungspunkt werden. „Deshalb: Immer alles positiv darstellen. Wir schaffen das“, so Maneth.

Ein Auszug der ersten Ideen:

24 Anmeldungen, aber nur vier sind gekommen. So darf es nicht weitergehen, sagt Stadtrat Reinhard Kunzmann, der sich um die Verbesserung der Marktsonntage kümmert. Der Maimarkt an Muttertag müsse dringend mehr Zulauf und mehr Leben bekommen. Aktuell bereite ihm der fehlende Imbissstand Sorgen, aber mithilfe von örtlichen Vereinen solle im Zweifel eine neue Lösung gefunden werden. „Wir sprechen auch die Fieranten an, die die letzten Jahre weggeblieben sind, und es wird einige Änderungen geben“, so Kunzmann. So wird am Markt am 12. Mai die Feuerwehr mit zwei Fahrzeugen am Marktplatz mitwirken, die Mütter dürfen sich auf Überraschungen freuen, es gibt eine Pferdekutsche und eine Bühne mit unterschiedlichen Auftritten wird aufgebaut. Bürgermeister Maneth fügt hinzu: „Auch das Heimatmuseum hat geöffnet. Das endgültige Programm wird gerade zusammengestellt.“ Darin soll auch eine Aktion, die von Stadträtin Roswitha Riedel und ihrem Arbeitskreis erarbeitet worden ist, Platz finden: eine Gutscheinaktion. „Es werden am Marktsonntag wieder mehr Geschäfte aufhaben und dort besondere Aktionen oder Rabatte für die Kunden anbieten“, erklärt Riedel. Der entsprechende Gutschein soll im Vorfeld in der Stadt, im Verwaltungsgebiet und Nachbargemeinden verteilt oder in Amtsblättern veröffentlicht werden. Außerdem hat das Schloss geöffnet.

Ein Secondhand-Flohmarkt mit Taschen und Schmuck...

Riedel und ihr Team haben noch weitere Ideen für die Innenstadtbelebung: einen hochwertigen Secondhand-Flohmarkt mit Taschen und Schmuck anbieten sowie einen sogenannten „Mädels-Night-Market“ organisieren. Letzteres sei gerade voll im Trend und könne möglicherweise parallel zum Streetfood-Festival stattfinden – als Unterstützung. Auch ein Kulturstammtisch könnte in Höchstädt ins Leben gerufen werden.

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Ein großes Anliegen von Günter Ballis und seinem Arbeitskreis ist das Thema Infrastruktur. Deshalb appelliert er auch am Montag bei der Sitzung: „Ich will, dass Höchstädt kein Hinterland ist. Die B16 muss so schnell wie möglich kommen.“ Ballis sieht auch eine große Herausforderung darin, Betriebe und Verein zusammenzuführen. Zudem wolle er sich für einen Unternehmerstammtisch einsetzen – Betriebe aus Stadt und Stadtteile. „Die Unternehmer sind das Rückgrat unserer Stadt. Wir müssen aktiv werden.“

So soll die Stadt optisch aufgewertet werden

Dritter Bürgermeister Hans Mesch und die neue Innenstadtkoordinatorin Sonja Gastl sind schon fleißig. Auf der Stadthomepage gibt es den Internetservice für die Vermietung von Gewerbeimmobilien. Dort kann auch ein Anschreiben und einen Fragebogen zur Beschreibung der Immobilie heruntergeladen werden. Außerdem gibt es eine Verlinkung zu einer bayernweiten Plattform. „Wir wollen damit Eigentümer bei der Vermarktung von Leerständen unterstützen. Außerdem gibt es Gespräche und Angebote für eine Zwischennutzung wie etwa die Nutzung von Schaufenster als Werbeflächen“, erläutert Mesch. Der Service auf der Internetseite ist kostenlos, im ersten Schritt konzentriere man sich auf das Gewerbe. „Wir wollen die Stadt optisch aufwerten.“ Simon Wetschenbacher (Umland) ist dabei wichtig, dass die Dörfer nicht vergessen werden.

Eine Aufwertung ist schon gelungen

Eine optische Aufwertung ist Hans Mesch und seinem Team bereits am Marktplatz gelungen. Dort wurden zwischen dem Baumgeviert und dem Eiscafé Pflanztröge aufgestellt. Das Ergebnis: Der Innenbereich des Marktplatzes ist nahezu autofrei. „So einfach geht es“, sagt Mesch. Deshalb könne er sich weitere Pflanztröge vorstellen, entsprechende Konzepte müssten aber mit der Regierung abgesprochen werden. Das gelte auch für die Herzogin-Anna-Straße. Aber dort gibt es bereits eine Verbesserung laut Hans Mesch: Halteverbotsschilder haben die Parksituation entspannt. Eine weitere Aktion ist im September mit den Höchstädter Berufsschülern geplant. Sie sollen analog zum Mühlenkreisel den Kreisverkehr beim Lidl verschönern.

Simon Schaller und Erika Langone erarbeiten eine circa 20-seitige Din-A5-Broschüre, die verschiedene Kategorien beinhaltet – von Gastronomie, Stadtplan bis Sehenswürdigkeiten. Zudem soll ein Workshop mit anderen Kommunen im Landkreis zum Thema „Marketing in Höchstädt“ organisiert werden. „Wir wollen uns austauschen und das Beste für Höchstädt erreichen“, so Bürgermeister Maneth.

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