1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. Probleme im Haunsheimer Untergrund

13.04.2016

Probleme im Haunsheimer Untergrund

Was bei Untersuchungen der Kanäle herauskam

Einen Blick in den Untergrund hat Haunsheim im Dezember 2015 geworfen. Weil die Ortsdurchfahrten von Haunsheim und Unterbechingen in saniert werden sollen, wollte die Gemeinde wissen, wie gut die Kanäle noch in Schuss sind. Denn wenn die Straße ohnehin offen ist, dann sei das die Chance, wenn nötig an der Kanal- oder Wasserleitung etwas zu machen.

Wie zu erwarten war, entpuppte sich bei der Befahrung vor allem das Kanalnetz in Unterbechingen als Problemfall. Während die Mängel in der Haunsheimer Ortsdurchfahrt alle auch ohne Bagger zu beheben sind, gibt es in Unterbechingen mehrere Probleme. Auch weil das Kanalnetz dort älter ist. Laut Florian Steber von Fischer Ingenieurbüro haben sich im Untergrund viele Hausanschlüsse verschoben. Sie wurden, wie damals üblich, gemeißelt und das Rohr danach hineingestopft. „Die Dichtheit des Kanals ist dadurch nicht gegeben“, so Steber. Einige Anschlüsse seien verschoben, in andere sei Erdreich eingebrochen. Noch dazu seien die Kanäle oft unterdimensioniert und müssten wesentlich größer sein. Bürgermeister Mettel sagte dazu, dass es nun wichtig sei, eine Prioritätenliste aufzustellen, um zu klären, an welchen Punkten man zuerst ansetzen muss. Das Problem müsse man Schritt für Schritt angehen. Erich Willer bemerkte dazu, dass es nicht logisch wäre, die Straße neu zu machen und dann wieder aufzureißen, und fragte, wie denn der Zeitplan für die Straßensanierung aussieht. Der hat sich laut Mettel in den vergangenen drei Monaten gravierend verändert. Während das Straßenbauamt lange signalisiert habe, dass man nach dem Grundstückserwerb sofort loslegen könne, habe es eine Wende um 180 Grad gegeben. Momentan sei das Projekt nicht ganz oben auf der Prioritätenliste für Schwaben.

Hier sieht es derzeit laut Mettel so aus, dass das Stück zwischen Haunsheim und Veitriedhausen 2017 gemacht werden könnte. Vorstellbar sei aber auch, dass es 2018 wird. Die Ortsdurchfahrt Haunsheim würde dann 2019 folgen, die von Unterbechingen 2020. Doch auch diese Termine könnten sich noch nach hinten verschieben. Dass Haunsheim vor Unterbechingen angegangen werde, sei aber nicht gesagt. Hier könne die Kommune auch noch Einfluss nehmen. Mettel erklärte im Bezug auf den Kanal, dass das Straßenbauamt sicherlich kein Interesse daran habe, die Decke einzubauen, wenn bekannt sei, dass es im Untergrund Probleme gebe. Möglich wäre deshalb, bis zum Beginn des Straßenbaus die Probleme am Kanal häppchenweise zu beheben oder, wenn dieser beginnt, alles gleich auf einmal zu machen. Dann müsse auch der Kanal größer dimensioniert werden. „Da muss dann für die nächsten 50 Jahre Ruhe sein.“ Neben dem Kanal will die Gemeinde aber vor Beginn der Arbeiten auch den Zustand der Wasserleitungen begutachten. Außerdem sei man in Gesprächen mit den verschiedenen Versorgern, deren Leitungen auch in der Straße liegen. Wie Harald Pröbstle von der Verwaltung erklärte, habe etwa der Stromversorger EnBW schon signalisiert, dass man sich vorstellen könnte, die bisherigen Überlandleitungen in Unterbechingen in den Boden zu verlegen. Erich Willer bat in diesem Zuge darum, zu prüfen, ob eine Abkehr vom Mischsystem sinnvoll wäre.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
16_02_12_Unfalltr%c3%a4chtiger_Streckenabschnitt_B_16_08992.jpg
Bundesstraße 16

B16-Ausbau: Auf einem Abschnitt dürfen Traktoren fahren

WhatsappPromo.jpg

Alle News per WhatsApp

Die wichtigsten Nachrichten aus Augsburg, Schwaben
und Bayern ganz unkompliziert auf Ihr Smartphone.

Hier kostenlos anmelden