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Lustspiel

12.04.2019

Rentnerparadies Seniorenheim

Die Kulturbühne Bachtal und die Theatergruppe des Musikvereins Zöschingen zeigten mit „Rabatz em Senioraheim“ ein kurzweiliges Lustspiel.
Bild: Tamara Graf

Die Kulturbühne Bachtal und der Musikverein Zöschingen zeigen ein kurzweiliges Theaterstück

Mit dem Lustspiel „Rabatz em Senioraheim“ von Hans Blötscher sorgte die Kulturbühne Bachtal für viel gute Laune. Kürzlich begeisterte die Theatergruppe des Musikvereins Zöschingen in der vollgefüllten Gemeindehalle mit Witz und schauspielerischem Können, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Theatergruppe feiert damit in diesem Jahr auch ihr 30-jähriges Bestehen.

Endlich konnten die Laienschauspieler nach fünf Monaten anstrengender Probenarbeit ihr Lustspiel in vier Akten aufführen. Es freute alle sehr, dass an zwei Tagen die Gemeindehalle bis zum letzten Platz gefüllt war. Im Stück selbst ging es wieder mal um die täglichen Zwistigkeiten zwischen Frau und Mann, um Recht und Gerechtigkeit, um Spitzfindigkeiten im Alter und um die Liebe bei den Jungen.

Das Leben im Seniorenheim „Fröhlicher Feierabend“ könnte so schön sein, wäre da nicht die Heimleiterin Walburga Hutzel (gespielt von Christine Eisenbart), die ein sehr strenges Regiment führt. Dies bringt ihr auch den Spitznamen „Feldmarschall“ ein. Neben dem Personal leidet darunter vor allem der verwitwete Rentner Heinrich Gugeler (Horst Steinwinter), dem sein Pfeifle und sein tägliches Viertele gestrichen werden soll. Auch seine im selben Heim wohnende Schwägerin Babette Gugeler (Anna-Maria Nadler) beschäftigt ihn ständig mit ihrem Hang zu Übersinnlichem und Aberglauben. Sein Versuch, sie mit seinem ehemaligen Schulkameraden Dagobert Deuschle (Roland Nadler) zu verheiraten, geht kräftig daneben. Der hilflose Dagobert ist der resoluten und stimmgewaltigen Dame nicht gewachsen. Mithilfe des Freundes Ernst August Grießhaber (Andreas Hüfner) und dessen Sohn Wolfgang (Fabian Schön) soll gleichzeitig die Heimleiterin auf ein erträgliches Maß zurückgestutzt werden. Der Freund erfindet kurzerhand seinen Zwillingsbruder, Egon Freiherr von und zu Freienstein-Grießhaber, mit dessen Hilfe nun eine liberalere Heimordnung durchgesetzt wird. Ab sofort heißt es wieder „Feuer frei“. Zigarren, Tanz und Alkohol halten wieder Einzug ins Rentnerparadies. So ganz nebenbei findet Sohn Wolfgang in Christel Häberle (Marion Bohnert), der guten Seele im „Fröhlichen Feierabend“, die Frau fürs Leben. Für alle Beteiligten findet sich schließlich ein gutes Ende in dieser witzig und kurzweilig präsentierten Komödie. Als Souffleuse agierte Corinna Steinführer und für die Maske verantwortlich war Juliane Schnalzger.

Den Akteuren war der Spaß sichtlich ins Gesicht geschrieben. Alle spielten hervorragend ihre Rollen, die einigen wie auf den Leib geschrieben waren und somit beim Publikum für viel Applaus und für noch mehr Lacher sorgten. Vor dem Eingang trugen zur Erheiterung der Besucher zwei „ältere Damen“ mit ihrem Rollator bei. Sie boten den Besuchern Süßigkeiten und Knabbersachen für eine kleine Spende an. Sie hatten die Lacher eindeutig auf ihrer Seite. Das Geld wird für einen guten Zweck gespendet. (pm)

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