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Musik aus Gundelfingen

17.08.2018

Sarah Straub auf einer Bühne mit James Blunt und Anastacia

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Es sind Höhepunkte eines jeden Künstlers: Livekonzerte vor tausenden Menschen im Publikum. Die Gundelfingerin Sängerin hatte die Chance, vergangene Woche gleich zwei große Künstler musikalisch zu begleiten: James Blunt in Heidenheim und Anastacia Burghausen.

Die Gundelfinger Sängerin steht mit großen Stars auf einer Bühne. Nun plant sie eine radikale Veränderung. Wie diese aussieht?

„Love is quiet“ heißt das aktuelle Album von Sarah Straub. Um die Gundelfingerin Künstlerin ist es allerdings alles andere als ruhig geworden. Vergangene Woche hatte sie gleich zwei Auftritte mit internationalen Weltstars: James Blunt und Anastacia. Wie kam es dazu?

Sarah Straub: Die Konzertagenturen von James Blunt und Anastacia hatten mich angefragt. Sie verfolgen das, was ich mache, schon länger, und umso mehr freue ich mich, dass sie mich dabei haben wollten. Das ist eine große Bestätigung und ich habe jeden Augenblick genossen.

James Blunt steht für gefühlvolle Musik, Anastacia ist die Powerfrau – eine Sarah-Straub-Kombination?

Sarah Straub: Allerdings, das hat wirklich wie die Faust aufs Auge gepasst. Ich liebe es, gefühlvolle Songs zu singen, die Leute zu emotionalisieren und mitzunehmen. Und Power brauch ich aber auch, vor allem um mein Leben als Musikerin und gleichzeitig Psychologin auf die Reihe zu kriegen. Manchmal weiß ich nicht, wo mir der Kopf steht, ich habe einfach nie Ruhe. Aber Abende wie die beiden großen Shows jetzt geben mir wahnsinnig viel Energie zurück.

Konntest du mit den Künstlern selbst sprechen? Gibt es künftig weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit?

Sarah Straub: James Blunt saß mit uns im Backstagebereich vor dem Konzert, ein wahnsinnig netter, ruhiger und bodenständiger Typ. Es freut mich immer unglaublich, wenn es mit den Stars so entspannt ist. Anastacia selbst konnte ich leider nicht treffen, sie wollte vor ihrem Auftritt Ruhe. Aber auch das ist ok. Wenn du monatelang auf Tour bist, geht einfach nicht mehr alles. Jeden Tag stundenlang „on the road“ und in eine neue Stadt – das schlaucht. Das kennen meine Jungs und ich ja auch. Da habe ich vollstes Verständnis. Und ja, die Auftritte liefen so gut, dass das nicht das letzte Mal gewesen sein wird.

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Es sind nicht die Ersten großen Stars, die du auf der Bühne unterstützt. Joe Cocker, Lionel Richie … Helfen dir diese Auftritte auch für deine Karriere? Welche Erfahrungen nimmst du mit?

Sarah Straub: Ja natürlich. An so einem Abend erreiche ich auf einen Schlag zigtausend Leute. Ich freu mich immer total, wenn Besucher meiner Support-Shows CDs kaufen und später auf meine eigenen Konzerte kommen. Außerdem kann ich mich da den großen Konzertagenturen empfehlen, wie eben nun geschehen, und darauf hoffen, wieder gebucht zu werden. Und manchmal entstehen auch besondere Beziehungen zu den Stars selbst – mit dem Sänger Eric Bazilian von The Hooters verbindet mich seit meinem Support für sie vor zwei Jahren eine superschöne Freundschaft. Erst vor Kurzem hat er meine Band und mich zwei Tage besucht, als er auf Deutschlandtour war. Und last but not least kann ich auch jedes Mal wahnsinnig viel von diesen großen Künstlern lernen. Es ist immer wieder eine Lehrstunde in Sachen Entertainment.

Im Oktober 2017 hat dein Album „Love is quiet“ Premiere gefeiert. Die Lieder auf der Platte sind lauter, tanzbarer und poppiger. Du wolltest dich neu erfinden und an den Erfolg von „Red“ anknüpfen. Hat das geklappt?

Sarah Straub: Ja! Gerade bei so großen Shows funktionieren die Songs aus „Love is quiet“ natürlich megagut. Aber ich reduziere sie nach wie vor auch für die kleinen Bühnen und spiele sie „akustisch“, begleitet nur von Klavier und Akustikgitarre. Ein guter Song braucht auch gar nicht mehr; und meine kleineren Konzerte haben eine ganz eigene Magie.

Die Haare sind nicht mehr schwarz, sondern rot. Kehrst du wieder zurück zur „Red-Sarah“ oder hattest du einfach nur Lust auf eine neue Haarfarbe?

Sarah Straub: Mir ist irgendwann aufgefallen, dass ich mir mit schwarzen Haaren gar nicht gefalle ;-). Mal sehen, wie lange die Haare rot sind. Ich brauch öfters mal eine Veränderung.

Im Ernst: Knapp ein Jahr tourst du nun mit deinem Album durch die Republik. Was ist als Nächstes geplant? Gibt es schon Ideen für neue Songs? Kommt wieder eine neue Platte?

Sarah Straub: Oh ja, ich stecke schon voll in den Vorbereitungen für etwas ganz Neues. Ich schreibe gerade ein neues Album, lasse mir da aber noch Zeit. Ich werde mich dieses mal noch radikaler verändern: Die nächste Platte wird Deutsch. Vorher werde ich aber noch ein Projekt mit Konstantin Wecker verwirklichen. Mehr wird noch nicht verraten …

Wo siehst du dich in fünf Jahren? Gibt es einen Masterplan?

Sarah Straub: Ich wünsche mir einfach, weiter wachsen zu können. Noch mehr Leute mit meiner Musik zu erreichen und weiter so wunderschöne Abend erleben zu dürfen. Ich kann gar nicht beschreiben, wie glücklich mich die Bühne macht, und bin sehr dankbar für alles.

Interview: Simone Bronnhuber

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