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Mäharbeiten

14.06.2018

Testlauf entlang der Donau

Mäharbeiten an der Donau sorgen für sichere Dämme und wertvolle Wiesen. Bei Faimingen wird nun ein neues Mähverfahren ausprobiert. In der kommenden Woche sollen die Arbeiten im Bereich Dillingen beginnen.
Bild: Michael Hochgemuth/LEW

Die BEW mäht Dämme und Deiche in der Region.

Die Bayerische Elektrizitätswerke GmbH (BEW) ist in diesen Tagen mit den Mäharbeiten an den Staustufen entlang der Donau zwischen Oberelchingen und Donauwörth beschäftigt. Die Mäh- und Pflegearbeiten werden mit den Naturschutzbehörden der Regierung von Schwaben und der jeweiligen Landkreise laut Pressemitteilung abgestimmt. Die BEW führt die Mäharbeiten im Rahmen der Unterhaltsmaßnahmen am Fluss durch und trägt damit gleichzeitig zum Erhalt der Artenvielfalt von Flora und Fauna bei.

Als Betreiber von zehn Wasserkraftwerken an der Donau ist die BEW für den Unterhalt an insgesamt 73 Flusskilometern zwischen Oberelchingen und Donauwörth zuständig. Zu den notwendigen Unterhaltsmaßnahmen gehört auch das regelmäßige Mähen entlang der Dämme und Deiche. Im Bereich der Staustufen wird deshalb auf der Landseite zwei Mal im Jahr, im Frühjahr und Herbst, gemäht. Auf der Wasserseite genügt eine Mahd pro Jahr.

Bei den Mäharbeiten spielt auch der Naturschutz eine wichtige Rolle, denn mit der Maßnahme trägt die BEW zum Erhalt wertvoller Lebensräume bei. Dabei handelt es sich um sogenannte Extensivwiesen, zu denen in Teilen auch die ökologisch wertvollen Halbtrockenrasen gehören. Diese besonders nährstoffarmen und trockenen Wiesen zeichnen sich durch ihre große Artenvielfalt aus. Nach dem Mähen wird das Mähgut abgerecht, wodurch die Halbtrockenrasen erhalten bleiben.

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„Die Halbtrockenrasen an den Dämmen und Deichen entlang un-serer Flüsse sind potenzieller Lebensraum vieler seltener und gefährdeter Arten und deshalb besonders wertvoll. Ohne regelmäßige Pflege würden diese Flächen zuwachsen oder verbuschen. Die mit den Fachexperten abgestimmte Pflege der Dämme durch die BEW trägt dazu bei, die ökologische Vielfalt an den Flüssen zu erhalten“, sagt Susanne Kuffer von der Höheren Naturschutzbehörde der Regierung von Schwaben.

An der Staustufe Faimingen testet die BEW in diesem Jahr ein neues Verfahren: Auf der linken Uferseite werden im Abstand von etwa 200 Metern sogenannte Blühstreifen stehen gelassen. Die zehn Meter breiten Streifen sollen vor allem Insekten als Nahrungsquelle und Rückzugsraum dienen. Um den Erfolg des neuen Mähverfahrens beurteilen zu können, hat die Höhere Naturschutzbehörde der Regierung von Schwaben ein Monitoringprogramm angestoßen. Dabei sollen insbesondere die Auswirkungen auf Insekten und Pflanzen an der Staustufe untersucht werden. Durchgeführt wird das Monitoring von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Dillingen an der Donau.

„Mit unseren Maßnahmen und Projekten tragen wir als Wasserkraftwerksbetreiber dazu bei, die Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu erhalten – im Fluss, aber auch entlang der Gewässer“, sagt Andreas Hurler, Leiter Instandhaltung bei der BEW. „Mit den Mäharbeiten kommen wir unseren Unterhaltsverpflichtungen nach und können gleichzeitig wertvolle Lebensräume erhalten. Bei der Planung und Umsetzung der Maßnahmen arbeiten wir eng mit den Naturschutzbehörden zusammen und entwickeln gemeinsam, wie aktuell in Faimingen, die Verfahren weiter.“

Die Mäharbeiten an der Donau werden von zwei Teams durchgeführt. Das erste Team startete im Stauraum Gundelfingen, das zweite begann im Stauraum Höchstädt. Die Fachkräfte arbeiten sich dann jeweils flussauf bzw. -abwärts vor und beenden die Mäharbeiten Ende Juli an den Staustufen Donauwörth beziehungsweise Oberelchingen. Die Bereiche Faimingen und Gundelfingen wurden bereits abgeschlossen. Mitte bis Ende nächster Woche sollen die Arbeiten im Bereich Dillingen beginnen. Beeinträchtigungen für Spaziergänger und Fahrradfahrer entstehen während der Mäharbeiten nicht. Die dammbegleitenden Wege müssen nicht gesperrt werden.

Neben der Donau betreibt BEW auch an den Flüssen Iller, Lech, Wertach und Günz Wasserkraftwerke. Auch hier werden regelmäßig Mäharbeiten durchgeführt. Die Bayerische Elektrizitätswerke GmbH (BEW) ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Augsburger Lechwerke AG. BEW unterhält und betreibt 36 Wasserkraftwerke an Donau, Günz, Iller, Lech und Wertach. Das Unternehmen erzeugt jährlich rund eine Milliarde Kilowattstunden Strom aus regenerativer Wasserkraft. BEW beschäftigt rund 150 Mitarbeiter. Der Unternehmenssitz liegt in Augsburg. Weitere Infos unter www.bew-augsburg.de. (pm, ands)

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