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Rittersaal

27.07.2018

Von Nacht und Sternen inspiriert

Eine bemerkenswerte Serenade bot das Vokalensemble „Vox Augustana“ mit Stadtpfarrer Daniel Ertl (links) im Höchstädter Schloss.
Bild: Manuel Knoll

Das Vokalensemble Vox Augustana begeistert die Hörer in Höchstädt. Die Werbung des Stadtpfarrers Daniel Ertl im Vorfeld des Konzertabends war ungewöhnlich

„Singet leise, leise, leise, singt ein flüsternd Wiegenlied“, heißt es in dem Gedicht „Wiegenlied“, das der Dichter Clemens Brentano verfasst hat und das ein Chormitglied des Vokalensembles „Vox Augustana“ im Rahmen der Serenade am Sonntag im Rittersaal des Höchstädter Schlosses vortrug. Dass der Chor nicht nur leise, sondern auch laut, temperamentvoll und schnell singen kann, stellte er spätestens mit dem sich langsam steigernden Werk Ejszaka/Nacht des österreichisch-ungarischen Komponisten Györgi Ligeti aus dem Jahr 1955 unter Beweis. Das große Repertoire des Chores unter der Leitung von Christian Meister spiegelte sich in der Fülle an Werken wider, die sich mit dem Leitmotiv des Abends „An die Sterne“ befassten, unter dem die Serenade stand. Dabei wechselte das Ensemble mühelos zwischen den einzelnen Epochen und begeisterte die Hörer im voll besetzten Rittersaal mit einer sehr anspruchsvollen Darbietung.

Abgerundet wurde der Gesang durch das Vortragen poetischer Texte zwischen den einzelnen Musikstücken. Eigentlich sollte die vokale Nachtmusik im Schlosshof die passende Erfrischung „nach der flirrenden Hitze eines Sommertags“ sein, wie es in der Einladung von „Vox Augustana“ heißt. Aufgrund der schlechten Witterung musste die Veranstaltung aber in den Rittersaal ausweichen, wovon sich das Publikum nicht beirren ließ. Im Gegenteil: Das Programm des Chores um Stadtpfarrer Daniel Ertl kam beim Publikum sehr gut an. Ertl hatte im Vorfeld auf ungewöhnliche Weise für das Konzert geworben und damit für Aufsehen gesorgt. Der Stadtpfarrer war auf Plakaten zunächst nur von hinten zu sehen gewesen. „Wer kennt diesen Mann?“, lautete die Frage. Später wurde die Frage dann aufgelöst.

Hörer wie Günther Ballis waren am Ende angetan von dem Konzert. „Ich bin hin und weg. Es sind ganz tolle Stimmen! Es ist alles sehr harmonisch, eine tolle Gemeinschaft.“ Ähnlich sah es Annemarie Eder: „Das Konzert ist sehr anspruchsvoll. Das Lied Gia la notte erinnerte mich an ein Echo, das in den Bergen widerhallt. So, wie man es aus den Dolomiten kennt. Das war sehr schön.“

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Begeistert war auch Charlotte Reichhardt: „Das Konzert fand ich von der Qualität her wunderbar. Ein schönes Zusammenspiel der einzelnen Stimmen.“

Unter den Gästen war auch Bürgermeister Gerrit Maneth. Er bedankte sich zu Beginn des Konzerts im Namen der Stadt Höchstädt bei Claudia Kohout, die das Konzert für das Höchstädter Kulturforum organisiert hatte.

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