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Sportwetten

13.07.2018

Während der WM ist es besonders schlimm

Sportwetten im Internet sind häufig illegal, werden aber geduldet. (Symbolfoto)
Bild: DPA

Die Caritas erklärt, was legal ist und was illegal. Es gibt eine Anlaufstelle für Betroffene aus der Region.

Es gibt eine Vielzahl verschiedener Spiele um Geld, die im Internet beworben und betrieben werden. Während der WM rücken dabei vor allem Sportwetten in den Fokus, deren Angebot während des Großereignisses besonders umfangreich ist. Die Anbieter von Onlinecasinos befinden sich meist im Ausland und steuern von dort aus den Markt, um deutsche Gesetze zu umgehen, heißt es in einer Mitteilung der Caritas. Internetglücksspiele seien grundsätzlich gesetzliche verboten, die Seiten würden also „illegal“ betrieben. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig habe das im vergangenen Jahr mit einem Urteil bestätigt.

Als legal gelten Lottospiele, da von den Anbietern eigene Konzessionen benötigt werden – damit steht dieses Angebot unter staatlicher Kontrolle. Im Bereich Sportwetten sind Konzessionen zwar vorgesehen, aber aktuell findet eine Duldung aller Anbieter statt, da das Konzessionsverfahren noch läuft.

Angesichts der immer höher steigenden Zahl an Glücksspielsüchtigen in Bayern (circa 34000 süchtige Spieler und 33000 problematische Spieler) sei die Regulierung des Glücksspielmarktes ein richtiger Schritt. Dafür müssten Gesetze allerdings konsequent umgesetzt werden, was in der Praxis derzeit nicht der Fall zu sein scheine.

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Jeder betroffene Glücksspielsüchtige belaste bis zu 15 Personen im direkten oder indirekten Umfeld durch seine Sucht – durch die Schulden oder dadurch, dass Arbeit oder Freizeit vernachlässigt werden.

Die Caritas Suchtfachambulanz Donauwörth (Fachstelle Glücksspielsucht) bietet Hilfen für die Landkreise Dillingen und Donau-Ries an. In Einzelgesprächen werden Probleme und mögliche Behandlungen besprochen.

Es wird Unterstützung angeboten, etwa im Umgang mit Finanzen, bei Probleme in der Partnerschaft, Unterstützung bei der Freizeitgestaltung und so weiter. Zudem wird der Hilfesuchende auf Wunsch in eine Therapieeinrichtungen weitervermittelt. Es kann auch mit anderen beteiligten Stellen (etwa Schuldnerberatung, Bewährungshilfe, Psychotherapeuten) kooperiert werden.

Zusätzlich gibt es Gruppenangebote (Motivierungsgruppe, Selbsthilfegruppe, Angehörigengruppe), um sich zu informieren und mit anderen Betroffenen auszutauschen. Die Suchtfachambulanz in Donauwörth bietet Beratungsgespräche für Betroffene und auch für Angehörige an.

Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Schweigepflicht. Bei Wunsch kann sie auch anonym erfolgen.(pm)

Kontakt: Suchtfachambulanz Donawörth, Zehenthof 2, Ansprechpartnerinnen Susanne Schmidt und Kathrin Göppel, Telefon 0906/70011315 oder 0906/705956-70

Was ein Ex-Spielsüchtiger aus dem Landkreis Dillingen dazu sagt: „Das Geld kommt von Suchtkranken“

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