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Bürgerversammlung

11.03.2020

Weniger Dreck und mehr Hundetüten

Die Medlinger haben mehrere Anliegen. Bürgermeister Stefan Taglang kann nicht alle unterstützen

In den Reihen der Bestuhlung für die Bürgerversammlung in Obermedlingen im Rathaus der Gemeinde waren doch einige Lücken zu sehen. Dennoch zeigte sich Bürgermeister Stefan Taglang mit dem Besuch zufrieden, sind doch nach seinen Worten Menschen aufgrund des Corona-Virus verunsichert. Eröffnet hatte der Bürgermeister seinen Vortrag mit dem Stand der Planungen für das neue Baugebiet Turmäcker mit insgesamt 25 Bauplätzen, darunter 15 gemeindeeigene, von denen der letzte im Dezember 2018 bereits verkauft wurde.

Leider habe jedoch die Archäologie bei den weiteren Planungen zu Verzögerungen geführt und zugleich die Grundstückspreise erhöht, da der Ausgrabungsaufwand ja bezahlt werden müsse. In diesem Zusammenhang kam aus dem Kreis der Versammlungsbesucher die Frage auf, mit welchem Quadratmeterpreis zur Zeit zu rechnen sei. Voll erschlossen nicht unter 100 Euro, sagte Stefan Taglang, da die Kosten für die archäologischen Ausgrabungen mit einberechnet werden müssten. Es seien zwar einige interessante Ergebnisse bei den Ausgrabungen zum Vorschein gekommen, dennoch beurteile er die Finanzierung dafür als „äußerst fragwürdig“. Im weiteren Verlauf seines Vortrags sprach Bürgermeister Taglang die fast fertige Sanierung des Bürgerhauses in Untermedlingen an. Die Kosten dafür bezifferte er mit rund 185000 Euro. Anschließend informierte er die rund 40 Versammlungsbesucher über die Erweiterung und Sanierung der Aussegnungshalle in Obermedlingen. Die anstehenden Kosten dafür betragen rund 350000 Euro. Ein weiteres Thema im Vortrag war der Wasserschaden in den KLJB-Räumen der Gemeindehalle. Diese, so Taglang, würden von der Versicherung übernommen werden.

Eine bessere Belebung und Nutzung der Gemeindehalle wurde aus dem Zuhörerkreis gefordert, wobei der Bürgermeister dieser Anregung zustimmte. Dabei räumte er jedoch ein, dass, im Gegensatz zu früher, das Feiern von Hallen-Hochzeiten nicht mehr gefragt sei und auch der Besuch von Vereinsfesten sehr zurückgegangen sei. In Sachen Straßenausbau der B492 Brenz/Hermaringen sagte er, dass in Obermedlingen für die Zeit der Sperrung mit vermehrtem Umleitungsverkehr zu rechnen sei. Bezüglich des Umwelt- beziehungsweise Klimaschutzes sind laut Information des Bürgermeisters seit Ende der 1980er Jahre pro Jahr rund 700 bis 1000 Laubbäume gepflanzt worden. Darüber hinaus seien in Obermedlingen alle 152 Lampen auf LED umgerüstet worden, wodurch viele Tonnen CO2 eingespart werden.

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Des Weiteren erzeuge die Gemeinde Medlingen 137 Prozent ihres Stromverbrauchs mit den erneuerbaren Energien Fotovoltaik und Biomasse. An Zahlen ausgedrückt: „Der Gesamtverbrauch lag in Medlingen im Jahr 2018 bei 2721614 kWh, die Einspeisung von regenerativen Energien ins Netz durch Fotovoltaik und Biomasse betrug 3745839 kWh im gleichen Jahr.“

Ein Besucher der Bürgerversammlung regte nach seinem Vortrag an, doch Hundetütenspender aufzustellen. Taglang sagte dazu, dass er kein Freund davon sei, da die Halter häufig die vollen Tüten hinter Hecken oder im Wald entsorgten. Die Hundehalter müssen ihre Entsorgungstüten mit sich führen und seien verpflichtet, diese dann auch wieder zu Hause zu entsorgen. Eine weitere Anregung aus dem Zuhörerkreis an den Bürgermeister lautete, Bauhofmitarbeiter doch öfters mit der Kehrmaschine durch den Ort zu schicken.

Taglang wies dies zurück, da jeder Anwohner laut Gemeindeordnung für die Sauberkeit an seinem Grundstück zuständig sei. Auch der Forderung aus dem Kreis der Versammlungsbesucher, die Feldwege, die in die Dorfstraßen münden, zu befestigen, damit die Landwirte gerade bei nassem Wetter nicht mehr so viel Dreck in den Ortsstraßen hinterlassen, erteilte der Bürgermeister eine Absage. Denn hier seien die verursachenden Landwirte dafür verantwortlich, den Dreck und Schmutz zu entfernen, so der Rathauschef. Symbolfoto: Kratzer

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