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11.11.2008

Zusammenklang von Raum, Form, Farbe, Licht und Musik

Schwennenbach (dz) - Einen besonderen Höhepunkt in der Reihe der Veranstaltungen zum 250. Jubiläum der Pfarrkirche zu Schwennenbach setzte am Sonntagabend die Orchestervereinigung Höchstädt unter der Leitung von Werner Bürgle. Stadtpfarrer Roland Bise begrüßte das Orchester und dankte für dessen musikalischen Beitrag zum Jubiläum. Besonders gelungen - so hob Bise hervor - sei die Auswahl der Stücke, die alle in einer wunderbaren stilistischen Einheit zur herrlichen Schwennenbacher Kirche stünden.

An das Publikum gewendet sagte Bise: "So dürfen wir heute Abend ein Gesamtkunstwerk erleben, ein Zusammenklang von Raum, Form, Farbe, Licht und Musik, wie sie vollkommener nicht sein kann."

Dass Bise nicht zuviel versprochen hatte, erlebten die Zuhörer gleich beim ersten Stück, der "Sonata a quattro No. VIII, B-Dur", von Johann Rosenmüller (1620-1684). Gleich beim ersten Satz "Grave", gelang dem Orchester mit großem Atem, einen Bogen zu spannen, der die Zuhörer in andere Sphären führte.

Herzerfrischender Dialog

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Ein echter Kontrapunkt war das zweite Stück "Concerto op. 6/2 F-Dur", von Arcangelo Corelli (1653-1713). Die beiden Soloviolinen, gespielt von Sofia Kurek und Werner Bürgle, führten - zur Freude der Zuhörer - dabei einen herzerfrischenden Dialog. In der Erbauungszeit der Kirche angekommen war man mit der "Sinfonia da camera, B-Dur", von Franz Xaver Richter (1709-1789). Dabei machte das Orchester deutlich, wie plastisch und schwungvoll eine strenge Fuge sein kann. Die berühmte "Salzburger Sinfonie No. 1", von Wolfgang Amadeus Mozart, bildete den Abschluss des Abends. Hier zeigte Thea Waschke am Spinett, wie wichtig dieses Instrument - das man eigentlich nicht hört - ist.

Das Publikum dankte mit lang anhaltendem Applaus und Pfarrer Bise überreichte - anstelle von Blumen - eine Nachbildung des Schwennenbacher Gnadenbildes aus Wachs.

Bereichert und froh ging man nach Hause und alle freuen sich auf die letzte Jubiläumsveranstaltung am Sonntag, 7. Dezember, um 19 Uhr.

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