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Historie

27.11.2020

Auf der Suche nach Alltagsgeschichten

Das Stadtarchiv Donauwörth und die Museen suchen Dinge des Alltags, die von der Vergangenheit erzählen können.
Foto: K. Göbner, Stadt Donauwörth

Stadtarchiv und Donauwörther Museen starten einen Aufruf: Wer hat Objekte und Dokumente?

Die Geschichte einer Stadt lässt sich nur bedingt aus den Akten erschließen. Darin findet sich zwar ein nüchterner und sachlicher Blick der Stadtverwaltung auf Donauwörth, aber nicht das Leben oder Erleben des Alltags aus Sicht der sogenannten „kleinen Leute“.

Hingegen bilden Dokumente und Objekte, die die Geschichte des Ortes und der Menschen erzählen, wichtige Zeitzeugen. Sie geben einen lebendigen Einblick in die Vergangenheit einer Familie oder eines Hauses. Gerade die damit verbundenen Geschichten, der sogenannte Kontext, ergänzen die städtische Aktenüberlieferung und machen sie zu spannenden Ausstellungsobjekten.

Aus Anlass der (digitalen) Veranstaltungen zum Ende des Zweiten Weltkriegs wenden sich das Stadtarchiv Donauwörth und die Museen der Stadt Donauwörth mit einem Aufruf an die Stadtbevölkerung. Sie möchten ihre Sammlungen ergänzen und suchen hierzu Dokumente und Objekte der Alltagsgeschichte.

Neben dem direkten Kriegsgeschehen im Zweiten Weltkrieg steht die Zeit ab 1900 bis in die Gegenwart im Fokus. Was war 1912 Mode in Donauwörth, hat man selbst genäht oder schon Kleider gekauft? Wie entwickelte sich der wirtschaftliche Aufschwung, womit versuchten Betriebe früher ihre Kundschaft anzulocken? Wann ging man auf Reisen und wohin? Wie kamen sogenannte „Gastarbeiter“ nach Donauwörth und wie lebten sie sich ein?

Gesucht werden entsprechend Objekte und Dokumente, die Donauwörther Geschichte erzählen. Dazu zählen Fotos, biografische Dokumente von Donauwörthern mit und ohne Migrationsgeschichte, Tagebücher und Briefe. Kleine Lebensbeschreibungen oder Autobiografien werden ebenso gerne genommen wie Familiengeschichten neuer wie alteingesessener Donauwörther Familien.

Ebenso sind aber auch Gegenstände des täglichen Lebens gefragt, die eine besondere Geschichte erzählen, Relikte des Ersten und Zweiten Weltkriegs, Objekte zu Flucht und Vertreibung oder Videos zum Alltag in Donauwörth. (dz)

Interessante Objekte können an das Stadtarchiv und die Museen der Stadt Donauwörth unter folgenden Adressen mitgeteilt werden: Dr. Cathrin Hermann, 0906/789-180, Stadtarchiv@donauwoerth.de, Thomas Heitele M.A., 0906/789-170, museen@donauwoerth.de

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