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Belebung der Reichsstraße muss Chefsache werden

Kommentar Von Barbara Wild
24.01.2019

Die Einkaufsstraße stirbt aus. Donauwörth Oberbürgermeister Armin Neudert muss alle Rahmenbedingungen auf den Prüfstand stellen und zeitnah handeln.

Es ist sind deutliche Worte, die zwei Filialbetreiber der Reichsstraße finden. Zu lange habe die Stadtpolitik zugeschaut, wie sich das Einkaufsangebot in der Reichsstraße verschlechtert. Zu lange habe man gewartet, um endlich ein Stadtmarketing zu installieren, dass daran arbeitet, dass die Innenstadt nicht ausstirbt, sondern Treffpunkt, Begegnungsort, Einkaufsort und Herz der Stadt ist und bleibt.

Egal ob man den beiden erfahrenen Einzelhändlern zustimmt – es ist einfach schade, dass die schöne Reichsstraße immer weniger bietet, was die Menschen in die Stadt holt. Denn es ist nicht nur die Tatsache, dass dem Besucher beim Stadtbummel schwarze Schaufenster anstarren, sondern auch der Mix an Betrieben ist in die Schieflage geraten ist. Sehr viel Damenbekleidung, ein Dutzend Dienstleister, dazwischen Gastronomie. Hinzu kommen Großbaustellen wie der Engelhof und das abgesperrte Tanzhaus.

Die Gerüchteküche brodelt, dass auch H&M und K&L Ruppert zumachen könnten – auch wenn es dafür bisher keine verlässlichen Hinweise gibt. Doch die Stimmungslage ist mittlerweile so, dass man auch das für realistisch hält.

Ein aktives Flächenmanagement ist sicher ein richtiger und wichtiger Ansatz. Doch die Lage ist mittlerweile so unschön, dass sie eigentlich zur Chefsache erklärt werden müsste. Oberbürgermeister Armin Neudert muss alle Rahmenbedingungen auf den Prüfstand stellen: von der Stellplatzordnung über die Parkgebühren, von der Anzahl der Parkplätze bis zur Verkehrsführung. Und vor allem müssen Taten folgen. Zeitnah. Parallel braucht es ein klares Konzept für das Tanzhaus als Anziehungspunkt und Zentrum des Stadtlebens.

Es braucht Aufbruchstimmung, sonst wandern noch mehr Geschäftsleute ab. Und je dunkler es in den Schaufenstern wird, desto schlechter stehen die Chancen, wieder neue, wertige Mieter zu finden. 1-Euro-Shops will hier niemand sehen.

Zuletzt aber müssen sich auch die Donauwörther an ihre eigene Nase fassen. Nur wer auch lokal einkauft, tut was für seine Stadt. Wer alles im Netz shoppt oder für den Großeinkauf nach Augsburg fährt, braucht sich nicht beschweren, wenn vor der eigenen Haustür die Läden zumachen.

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