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Donauwörth

30.11.2018

Der Verkauf des Tanzhauses ist gescheitert

Eineinhalb Jahre hat die Stadt mit der Firma Erwin Müller Real Estate über den Kauf des Tanzhauses verhandelt.
Bild: Daniel Weigl

Eineinhalb Jahre hat die Stadt mit der Firma Erwin Müller Real Estate verhandelt. Warum es zu nicht zu einem Kaufvertrag gekommen ist.

Knapp eineinhalb Jahre hat die Stadt Donauwörth mit der Erwin Müller Real Estate GmbH über den Verkauf des Tanzhauses verhandelt, jetzt wurden die Gespräche ergebnislos und ohne Vertragsunterzeichnung beendet. Das Unternehmen hat laut Stadt mitgeteilt, dass es von einem Erwerb „aus wirtschaftlichen Gründen“ abstand nehme, heißt es in einer Pressemitteilung, die die Stadt am Freitag um 11.55 Uhr verschickt hat. Ganz überraschend kommt die Nachricht nicht. Seit Monaten gibt es in Donauwörth Gerüchte, dass der Verkauf scheitert, auch Stadträte äußerten sich darauf von der Donauwörther Zeitung angesprochen, in der Vergangenheit skeptisch.

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Bauzustand der Tiefgarage als Knackpunkt

Hintergrund ist laut Stadt insbesondere der bauliche Zustand des Hauses, einschließlich der Tiefgarage. „Die Sanierung der Tiefgarage Ende der Neunziger Jahre wurde inzwischen vorliegenden Untersuchungsergebnissen eines Ingenieur- und Sachverständigenbüros für Bauwerkserhaltung aus heutiger Sicht nicht sachgerecht erfolgt, Mängel wurden nicht in ausreichendem Umfang behoben. Fest steht laut Gutachter aber, dass die Standsicherheit des Hauses dadurch im gegenwärtigen Zustand nicht gefährdet ist“, heißt es in der Pressemitteilung. Es sei jedoch künftiger Handlungsbedarf erforderlich.

Bürgermeister kann mit der Entscheidung „gut leben“

Der Stadtrat habe sein Angebot an den Interessenten vor diesem Hintergrund zuletzt noch einmal nachgebessert. Auch war eine definitive Entscheidung des Kaufinteressenten, noch in diesem Jahr, gefordert worden. Diese liegt nun vor. Oberbürgermeister Armin Neudert kommentiert die Entwicklung wie folgt: „Es gibt mit mir keinen Verkauf um jeden Preis. Ich habe diese Haltung auch bei sehr vielen Mitgliedern des Stadtrates wiedergefunden. Auch hatten wir uns bewusst dagegen entschieden, das Haus auf dem freien Markt zum Verkauf auszuschreiben.“ Die Stadt wollte und wolle nach wie vor keinen anonymen Investor, sondern einen verlässlichen Partner für den Erhalt des Stadtsaales und die Belebung der Innenstadt. „Ich kann mit der jetzigen Entscheidung gut leben. Und es ist mir daran gelegen, diese und die Situation des Hauses jetzt endlich, wo wir nicht mehr an Verschwiegenheit im Rahmen laufender Verkaufsverhandlungen gebunden sind, für die Bürgerschaft auch in allen Facetten nachvollziehbar zu machen.“

Infoveranstaltung geplant

Hierfür wird die Stadt im neuen Jahr zu einer Bürgerinformationsveranstaltung einladen. Der Termin werde rechtzeitig bekannt gegeben. Beide Seiten bescheinigen sich gegenseitig eine sehr professionelle und stets konstruktive Zusammenarbeit.

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