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Motivation

04.04.2012

Die Macht des Unbewussten

Diplom-Psychologe Dr. Hans-Georg Häusel sprach über das Unterbewusstsein.
Bild: Anja Königshausen

Psychologe Dr. Hans-Georg Häusel über die Kunst Visionen zu vermitteln und den Erfolg des Oli Kahn

Donauwörth „70 bis 80 Prozent unserer Entscheidungen fällen wir unbewusst.“ Und „Falsche Führung ist die häufigste Todesursache bei Mitarbeitern in der westlichen Welt.“ Mit diesen und vielen weiteren überraschenden und teils provokanten Aussagen sorgte Dr. Hans-Georg Häusel, einer der führenden Experten in der modernen Verhaltens- und Gehirnforschung, bei den 300 Gästen im Tanzhaus für Staunen. Die Sparkasse Donauwörth hatte mit dem Buchautor einen echten Glücksgriff gelandet. „Unterhaltsam und brillant. Rhetorisch das reinste Vergnügen“, lobte einer der Zuhörer.

Warum verhalten sich Menschen so, wie sie sich verhalten? Und wie kann man daraus Handlungsideen und erfolgreiche Strategien für Mitarbeiter-Motivation, Marketing, Management und Erfolg im Allgemeinen ableiten? Häusel präsentierte seine praxisnahen Ansätze und nahm die Kunden und Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft mit auf eine spannende und humorvolle Reise in die Welt des Gehirns.

Es gelte, die große Macht des Unbewussten zu verstehen und zu nutzen. Das limbische System bevorzuge Verhaltensweisen, die sich in der Entwicklungsgeschichte der Menschen bewährt haben. „Dominanz, Stimulanz und Balance sind die drei Kraftfelder, die unser Unbewusstes steuern“, betonte Häusel. Bei jedem seien diese Kräfte der Erhaltung und des Ausgleichens (Balance), der Kreativität und Innovation (Stimulanz) sowie des Wachstums (Dominanz) unterschiedlich stark ausgeprägt. Bei Torwart-Titan Oliver Kahn etwa mit 80 Prozent Dominanz, 30 Prozent Stimulanz und nur 20 Prozent Balance: ein ausgezeichnetes Erfolgs-Profil. Eine ausgewogene Mischung der Charaktere in einer Firma seien optimal. Zu viele Kreative könnten für Chaos sorgen. Zu viele, die immer nur sagen: „Alles soll so bleiben, wie es seit 30 Jahren gemacht wurde“, brächten ein Unternehmen nicht voran. „Drei Dinge sind für Vorgesetzte bei der Motivation von Mitarbeitern überaus wichtig. Zum einen Sinn geben oder eine Vision haben und diese vermitteln. Zum anderen den Mitarbeiter dazu bringen, dass er stolz ist auf das, was er tut. Und klar, konsequent und ein Vorbild sein.“

Nimmt man die jüngst präsentierten Bilanzzahlen der Sparkasse Donauwörth, dann macht das Unternehmen in den Augen Häusels sicher vieles richtig. Sparkassen-Vorstand Johann Natzer konnte ganz aktuell eine Erfolgsnachricht vermelden: Zum sechsten Mal in Folge gehört die Sparkasse Donauwörth zum Kreis der besten 50 Sparkassen Deutschlands und darf zur Ehrung nach Berlin fahren.

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